Missgeschicke mit den Medaillen
Sport
10. Februar 2026

Missgeschicke mit den Medaillen

Über 20 Medaillensätze sind bisher in Mailand und Cortina vergeben worden. Doch die Objekte der Begierde sind nicht immer so stabil wie erhofft. Das sind die Olympia-Splitter vom Dienstag.

Gold, Silber, Sekundenkleber

Bei Siegesfeiern kann schon mal etwas kaputtgehen, die Medaillen sollten es aber nicht sein. Die Vorfälle häufen sich, dass das von Athletinnen und Athleten bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina gewonnene Edelmetall den Belastungen des Herumhüpfens nicht standhält. In einigen Fällen löste sich der Stift, der die Medaille und das Band zusammenhält. Beim Aufprall auf den Boden entstehen Dellen und beim Wieder-Zusammenbasteln Kratzer an Gold, Silber und Bronze.

Erfahrungen mit heruntergefallenen Medaillen haben US-Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson, die schwedische Langläuferin Ebba Andersson (Silber), US-Eiskunstläuferin Alysa Liu (Gold), der deutsche Biathlet Justus Strelow (Bronze) und die österreichische Snowboarderin Sabine Payer (Silber) gemacht.

Erster Transgender-Athlet bei Winterspielen

Der Schwede Elis Lundholm hat als erster offener Transsportler einen Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen bestritten. Der Ski-Freestyler identifiziert sich als Mann, startet auf der Buckelpiste aber in der Frauen-Konkurrenz und belegte nach einem Fahrfehler in der Qualifikation den letzten Platz. Am Mittwoch bietet sich Lundholm eine zweite Chance, sich für den Final der besten zehn Starterinnen zu qualifizieren.

Als Transmann gilt ein Mann mit männlicher Geschlechtsidentität, dem bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde. Da Lundholm keine geschlechtsangleichenden Operationen durchführen und auch juristisch hinsichtlich des Geschlechts keine Änderung vornehmen liess, wurde der 23-Jährige gemäss der geltenden Regularien vom schwedischen Olympia-Komitee für das Frauenteam nominiert.

Wenn der Assistenztrainer pfeift

Bevor es für die Schweizer Eishockeyaner am Donnerstag gegen Frankreich ernst gilt, wurde am Montag noch getestet – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit und mit spezieller Spielleitung. Assistenztrainer Marcel Jenni schlüpfte für das Trainingsspiel gegen Lettland kurzerhand ins Schiedsrichtertrikot, wie Nationaltrainer Patrick Fischer am Disziplinentreff verriet. Den zweiten Schiedsrichter stellten die Letten. Gespielt wurde ohne Bodychecks, dafür mit Fokus auf Taktik und Special Teams. «Wir wollten sanft spielen und taktische Sachen ausprobieren», so Fischer. Am Ende resultierte ein brüderliches 5:5 – ganz im Sinne eines Spiels mit ausgeglichenem Schiedsrichterstand.