Lettland: Haftstrafe wegen Verstosses gegen Russland-Sanktionen
In Lettland ist ein Mann wegen der geplanten Umgehung von EU-Sanktionen gegen Russland zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der estnisch-russische Staatsbürger wurde von einem Gericht in Riga des versuchten Schmuggels von Munition für schuldig befunden.
Demnach wollte der nun Verurteilte im September 2025 etwa 10.000 Patronen über die Grenze des baltischen EU- und Nato-Landes ins benachbarte Russland transportieren. Sie seien unter der Schlafkabine des Fahrerhauses eines Lastwagens versteckt gewesen, hiess es in der Gerichtsmitteilung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Lettland grenzt im Osten an Russland und dessen Verbündeten Belarus. Seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine hat die EU insgesamt 19 Sanktionspakete gegen Russland verhängt. Das 20. Paket soll bis zum 24. Februar – dem vierten Jahrestag des Krieges – kommen.
