Schweizer Curler müssen über eine Stunde auf den Bus warten
In Cortina müssten nicht nur Volunteers und Journalisten auf den Bus warten, auch die Athleten selbst. Dario Cologna geht währenddessen auf Werbetour. Das sind die Olympia-Splitter vom Montag.
Cologna auf Werbetour in Cortina
Dario Cologna nutzte den rennfreien Tag der Langläufer im Val di Fiemme zu einem Abstecher nach Cortina d’Ampezzo. Im dortigen olympischen Dorf betrieb der vierfache Olympiasieger Werbung in eigener – und Schweizer – Sache. Der 39-jährige Bündner stellt sich nach einer Anfrage zur Wahl für die Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Dafür in Frage kommen Sportlerinnen und Sportler, die an den laufenden oder den letzten Olympischen Spielen teilnahmen. Die Wahl ist am Donnerstag in einer Woche.
Das Warten auf den Bus
Das Warten auf den Bus ist an diesen Olympischen Spielen zumindest rund um Cortina ein Ärgernis für die tausenden Volunteers, die Journalisten und … selbst die Athleten. Das mussten die Schweizer Curler Briar Schwaller-Hürlimann und Yannick Schwaller am eigenen Leib erleben. Ihr «Rekord» liegt bei einer Stunde und zwanzig Minuten. Ab Freitag, 6. Februar, sei es aber besser geworden, stellt Schwaller fest. «Für sie (die Organisatoren) haben die Spiele erst da angefangen», vermutet der Solothurner, der nach dem Ausscheiden im Mixed als Skip auch noch mit den Männern im Einsatz steht. Die Mixed-Teams begannen die Wettkämpfe allerdings bereits am 4. Februar, zwei Tage vor der Eröffnungsfeier.
«Olympia-Silber? Nicht so besonders»
Nun klappt es für Vincent Kriechmayr doch noch: Nach den Rängen 6 und 7 in Pyeongchang, 5 und 8 in Peking sowie Platz 6 in der Abfahrt vom vergangenen Samstag steht der Österreicher in der Team-Kombination gemeinsam mit Manuel Feller als Zweiter auf dem Olympia-Podest. Bei der Medienkonferenz will ein Reporter wissen, wie sich das für den 34-Jährigen anfühle. Dieser antwortet überraschend: «Ich freue mich sehr, diesen Moment mit Manu zu teilen. Aber es ist jetzt nicht so besonders. Die Welt hätte sich auch ohne die Medaille weitergedreht.» Mit seiner stoischen Art sorgt der Oberösterreicher auch bei den neben ihm sitzenden Marco Odermatt und Loïc Meillard für Lacher.
Ein Kindl per Video
Der österreichische Rodler Wolfgang Kindl führte am Montag in der Früh in Cortina ein nicht gerade alltägliches Videotelefonat. Der 37-jährige Tiroler war live bei der Geburt seines zweiten Kindes mit dabei. Dieses sei laut eines Sprechers rund zwei Monate vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt gekommen. Mutter und Tochter seien wohlauf. Ob sie Kindl vor seinem nächsten Olympia-Einsatz am Mittwochabend im Doppelsitzer noch besuchen werden, ist offen. «Es war echt sehr überraschend heute in der Früh ein Anruf – und dann ist es schon losgegangen. Ich bin sehr froh, dass alles gut gegangen ist», erzählte Kindl im ORF.
