Mit weichen Knien zum Olympiasieg
Sport
9. Februar 2026

Mit weichen Knien zum Olympiasieg

Vier Schweizer stehen in der Olympia-Team-Kombination auf dem Podest. Alle sind sich einig, dass im Team zu fahren für deutlich mehr Stress sorgt. Die Reaktionen.

Tanguy Nef (Olympiasieger): «Es ist verrückt. Ich habe es nicht erwartet. Wir wussten, wir sind ein starkes Team, aber man muss es auch bringen, es kann viel passieren. Und heute waren es noch viele Emotionen, es war mein erstes Olympia-Rennen. Am Start wusste ich, dass ich einfach mein Bestes geben muss, und das hat geklappt. Wir hatten einen guten Plan: ‚Alles oder Nichts‘, und diesen haben wir umgesetzt, wir haben beide alles gegeben. Es ist ein cooler Event, wir sind es nicht so gewöhnt, im Team zu fahren. Heute waren wir auch stärker im Kopf. Ich habe mein ganzes Leben für diesen Moment gearbeitet.»

Franjo von Allmen (Olympiasieger): «Ich hatte selten so weiche Knie wie bei Tanguys Fahrt. Es war unglaublich, es hat so einfach ausgesehen. Er hat ja auch noch meinen Rückstand aufgeholt. Heute hat er die unglaubliche Leistung gebracht. Klar, ich musste es auch erst fahren, aber bei mir waren die müden Beine am Ende der Strecke halt noch dabei, Tanguy hat das Rennen heute entschieden. Dass ich der erste Fahrer bin, der zweimal Gold holt an Olympia wusste ich gar nicht. Aber wartet nur ab, Tanguy hat auch noch ein Rennen.»

Loïc Meillard (2.): «Es ist schon mehr Druck und Stress, als wenn man alleine ist. Man will auch für den anderen gut fahren. Der Hang selbst ist, wie er ist. Ich bin ihn nicht gut gefahren, denke ich. Aber es kommt auch darauf an, wie er gesteckt ist.»

Marco Odermatt (2.): «Diese Medaille hat schon eine schöne Bedeutung, gerade nach der Abfahrt. Heute hatten wir die Hundertstel auf unserer Seite. Das mit Loïc zu erleben ist mega schön, vor allem weil wir sonst im Riesenslalom schon auch irgendwie Konkurrenten sind. Ich hatte richtig viel Vorfreude auf seinen Lauf, aber ich habe schon auch gelitten.»