Polarluft über New York: Winter hält US-Ostküste fest im Griff
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8. February 2026

Polarluft über New York: Winter hält US-Ostküste fest im Griff

Die Kälte hat die US-Ostküste nach zwei schweren Winterstürmen weiter fest im Griff. Für New York und weite Teile des Nordostens sagten Meteorologen für das Wochenende zweistellige Minusgrade und gefährlich niedrige gefühlte Temperaturen voraus. In der Millionenmetropole könnten demnach Windchill-Werte von bis zu minus 30 Grad Celsius erreicht werden - gefühlte Temperaturen, die oft deutlich unter den gemessenen Werten liegen, weil starker Wind der Haut Wärme entzieht. Dadurch steigt das Risiko für Unterkühlungen und Erfrierungen deutlich.

Im Westen zu warm, im Osten eiskalt

Die aktuelle Kälte ist Teil eines ungewöhnlich stark ausgeprägten Wettermusters, das die USA spaltet. Während der Osten von arktischer Luft, Schnee und Eis dominiert wird, herrschen im Westen teils frühlingshafte Temperaturen. Nach einer Analyse des US-Senders CNN lagen die Temperaturen dort zuletzt stellenweise 20 bis 30 Grad Fahrenheit (circa 11 bis 17 Grad Celsius) über dem Durchschnitt für die Jahreszeit.

Ursache sind demnach ungewöhnliche Luftströmungen in grosser Höhe. Nach Einschätzung von Meteorologen schwächt eine länger anhaltende Wetterlage in der Arktis derzeit die «Kälteschranke» um den Nordpol, sodass kalte Polarluft leichter nach Süden ausbrechen kann. Der dadurch veränderte Jetstream, eine Art «Autobahn» für starke Höhenwinde, lenkt die Kälte immer wieder in den Osten der USA, während über dem Westen des Landes ein stabiles Hochdruckgebiet milde Luft festhält. Klimaforscher betonen, dass solche Phänomene auch in einem sich insgesamt erwärmenden Klima auftreten können – auch wenn extreme Kälteperioden langfristig seltener werden.

Es soll wärmer werden – auch im Osten

Die extreme Kälte machte sich zuletzt selbst im sonst warmen Florida bemerkbar. Dort fielen bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius massenhaft Leguane von den Bäumen, weil die wechselwarmen Tiere in eine Kältestarre verfielen. Die Wildschutzbehörde nutzte die Situation, um Tausende der als invasive Art geltenden Echsen einzusammeln.

Meteorologen rechnen US-Medien zufolge ab der kommenden Woche indes mit einer allmählichen Milderung der Temperaturen im Osten.

Auch wenn die aktuelle Wetterlage als bemerkenswert gilt: Der kälteste 8. Februar in New York wurde 1934 mit minus 22 Grad Celsius registriert.