Frau stirbt bei russischem Angriff in der Ukraine
Bei russischen Angriffen hat es nach Behördenangaben eine Tote und mehrere Verletzte in der Ukraine gegeben. In Kramatorsk wurde der regionalen Staatsanwaltschaft zufolge eine 77-jährige Rentnerin getötet. Drei Männer zwischen 40 und 48 Jahren seien bei der Attacke im ostukrainischen Gebiet Donezk verletzt worden, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Eine Fliegerbombe schlug demnach in der Nähe eines mehrstöckigen Wohnhauses ein. In Cherson im Südosten der Ukraine wurden nach Behördenangaben acht Menschen bei russischem Beschuss verletzt.
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge setzte Russland allein in der vergangenen Woche mehr als 2.000 Kampfdrohnen, 1.200 Gleitbomben sowie 116 Raketen und Marschflugkörper ein. «Fast jeden Tag greifen sie Energieanlagen, logistische Infrastruktur und Wohnhäuser an», schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Das passiere selbst während diplomatischer Friedensbemühungen.
Die Angriffe seien häufiger und immer brutaler, führte er aus. Abermals forderte er Unterstützung für die Ukraine und Druck auf Russland. Moskau setzt ihm zufolge weiterhin unter Umgehung westlicher Sanktionen Waffen mit ausländischen Bauteilen ein. Deswegen verhänge Kiew nun Sanktionen gegen die entsprechenden Lieferanten und Hersteller.
Russischer Gouverneur: 80.000 Menschen ohne Heizung
Die russische Stadt Belgorod kämpft nach Behördenangaben ihrerseits mit den Folgen ukrainischer Angriffe vom Vortag. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow zufolge waren dort am Morgen 80.000 Menschen von der Wärmeversorgung abgeschnitten, 3.000 hatten demnach kein Gas und 1.000 keinen Strom.
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift sie immer wieder auch Ziele in Russland an. Die Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine. Russland attackiert systematisch die Energieinfrastruktur der Ukraine. Immer wieder haben sehr viele Menschen infolge russischer Attacken keine Wärme-, Strom- und Wasserversorgung und das bei zuletzt zweistelligen Minusgraden.
