Schweizer Bahnvierer gewinnt EM-Silber
Sport
2. February 2026

Schweizer Bahnvierer gewinnt EM-Silber

Das Schweizer Nationalteam gewinnt bei den Bahnrad-Europameisterschaften im türkischen Konya in der Mannschaftsverfolgung die Silbermedaille.

Noah Bögli, Luca Bühlmann, Mats Poot und Alex Vogel mussten sich im Final dem Team aus Dänemark um etwas mehr als viereinhalb Sekunden geschlagen geben.

Dennoch stiess das Quartett in neue Dimensionen vor. In der Hauptrunde am Mittag – anstelle von Luca Bühlmann wurde Pascal Tappeiner eingesetzt – legten die Schweizer die 4000 m in 3:44,754 Minuten zurück und verbesserten damit den erst tags zuvor in der Qualifikation aufgestellten nationalen Rekord um rund 1,9 Sekunden. Mit dieser Zeit bezwangen sie die höher eingestuften Briten. Im Finale erreichten sie eine Zeit von 3:47,033 Minuten. Die Dänen hatten in der Hauptrunde den Weltrekord auf 3:39,977 Minuten gesenkt.

Der Männer-Vierer holte damit zum zweiten Mal in Folge eine EM-Medaille. Vor Jahresfrist gewannen die Schweizer in Zolder in der Zeit von 3:53,467 Minuten Bronze. Bei ihrem Landesrekord in Konya waren sie fast zehn Sekunden schneller.

Auch die Schweizer Frauen boten in der Türkei eine sehr gute Vorstellung und klassierten sich im 5. Rang. Michelle Andres, Lorena Leu, Jasmin Liechti und Aline Seitz setzten sich in der Hauptrunde gegen Belgien durch. Sie benötigten für die 16 Runden 4:12,094 Minuten und verbesserten damit den am Vortag in der Qualifikation erzielten Schweizer Rekord um 2,9 Sekunden. Von der Teilnahme am kleinen Final trennten das Quartett nur 2,5 Sekunden.

Lorena Leu stand zudem im Ausscheidungsrennen im Einsatz. Die 21-jährige Urnerin beendete den von der zweimaligen Strassenweltmeisterin Lotte Kopecky aus Belgien gewonnenen Wettkampf auf Platz 6.

«Die Aufbauarbeit der vergangenen Jahre zahlt sich nun aus. Unser junges Team hat einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Vieles war sehr gut, aber wir haben immer noch Reserven», sagte Julien Bossens, der gemeinsam mit Morgan Kneisky und Tristan Marguet das Nationaltrainer-Gespann bildet.