Netanjahu: Hamas-Entwaffnung wird «auf jeden Fall» passieren
Politik
27. January 2026

Netanjahu: Hamas-Entwaffnung wird «auf jeden Fall» passieren

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beabsichtigt die im US-Friedensplan vorgesehene Entwaffnung der islamistischen Hamas umzusetzen. Wie er mit US-Präsident Donald Trump besprochen habe, könne dies «auf dem einfachen oder auf dem schwierigen Weg» geschehen, sagte er am Abend in Jerusalem. «Aber auf jeden Fall wird es passieren.» Darauf liege nun der Fokus des Gaza-Friedensplans, sagte Netanjahu. Die Hamas lehnt eine Entwaffnung bislang ab.

Vor der Entmilitarisierung des Gazastreifens und der Zerstörung von Tunneln der Hamas dort werde es keinen Wiederaufbau des Palästinensergebiets geben, betonte Israels Ministerpräsident. Der Küstenstreifen wurde im Krieg zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas grossflächig zerstört.

Der israelische Regierungschef sagte zudem erneut, Israel werde die Sicherheitskontrolle über den Gazastreifen behalten. Details dazu nannte er nicht. Im Rahmen der zweiten Phase des von den USA vorangetriebenen Friedensplans ist vorgesehen, dass Israels Armee sich aus dem Gazastreifen zurückzieht und bislang gehaltene Gebiete schrittweise an eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) übergibt. Die USA hatten diese zweite Phase bereits ausgerufen. Die ISF ist allerdings noch nicht gegründet worden.

Netanjahu: iranischer Angriff wäre schwerer Fehler

Netanjahu drohte zudem erneut dem verfeindeten Iran: «Sollte der Iran den schweren Fehler begehen, Israel anzugreifen, werden wir mit einer Macht antworten, die der Iran noch nie zuvor erlebt hat.»

Angesichts von Spekulationen über einen möglichen neuen US-Angriff im Iran und gegenseitigen Drohungen der Länder gibt es derzeit grosse Sorgen vor einer militärischen Eskalation in der Region. Im vergangenen Juni gab es einen zwölf­tägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran. Israel bombardierte damals zusammen mit den USA Ziele aus der Luft, Irans Streitkräfte feuerten ballistische Raketen auf Israel.