Meillard gewinnt zum zweiten Mal auf der Planai
Loïc Meillard gewinnt wie schon 2023 den Nacht-Riesenslalom von Schladming. Der Schweizer setzt sich mit komfortablem Vorsprung gegen Lucas Pinheiro Braathen durch.
Mit der zweitschnellsten Zeit im zweiten Lauf blies Meillard zum Angriff. Pinheiro Braathen, der lediglich sechs Hundertstel Vorsprung mitgenommen hatte, fiel früh hinter den 29-jährigen Romand zurück und wies im Ziel einen Rückstand von deutlichen 73 Hundertstel auf. Damit feierte Meillard seinen neunten Weltcup-Sieg, den siebten im Riesenslalom (einmal im Parallel-Riesenslalom). In dieser Saison stand er nach Val d’Isère zum zweiten Mal ganz oben auf dem Podest, damals sogar gemeinsam mit zwei weiteren Schweizern.
Während andere Fahrer mit der pickelharten Piste haderten, sagte Meillard im SRF-Interview: «Auf Eis fühle ich mich am besten.» Und dieses Mal habe im zweiten Lauf alles zusammengepasst, sei der Plan voll aufgegangen. «Ich bin oft sehr kritisch mit mir selbst, aber wenn es dann klappt, ist das Gefühl noch schöner.»
Überraschend Dritter wurde der Franzose Alban Elezi Cannaferina, der Einzige, der im zweiten Lauf schneller als Meillard war. Der 22-Jährige, der im Riesenslalom zuvor nie über Rang 11 hinausgekommen war, machte dank Laufbestzeit fünf Plätze gut.
Marco Odermatt, nach dem ersten Lauf Siebter, vergab mit einem Fehler im oberen Streckenteil einen noch grösseren Sprung nach vorne. Als Vierter holte sich der Führende der Disziplinenwertung dennoch wertvolle Punkte im Kampf um die kleine Kristallkugel. Der Nidwaldner hatte im Vorfeld erklärt, dass er nach den intensiven Rennen in Kitzbühel auf der Planai nicht in Bestform antrete. Im Hinblick auf Olympia entschied er sich dennoch für einen Start.
Neben Meillard und Odermatt schaffte es kein weiterer Schweizer in den zweiten Lauf. Thomas Tumler und Luca Aerni, die für die Winterspiele aufgeboten wurden, schieden ebenso aus wie Sandro Zurbrügg. Fadri Janutin verpasste als 31. die Qualifikation um zehn Hundertstel. Derweil gab Gino Caviezel nach langer Verletzungspause sein Comeback, kam dabei jedoch noch nicht richtig auf Touren. In seinem einzigen Rennen in dieser Saison belegte er Rang 42.
Am Mittwoch steht in Schladming noch ein Nacht-Slalom auf dem Programm. Danach beginnt für die Technik-Spezialisten die Vorbereitung auf Bormio, wo die olympischen Männer-Rennen ausgetragen werden.
