Die neuen Trainer holen vier Punkte
Sport
23. January 2026

Die neuen Trainer holen vier Punkte

Mit Christian Dubé (EHC Biel) und Benoît Groulx (EV Zug) debütierten neue Trainer mit neuen Teams. Zug gewann, Biel holte in Lausanne einen Punkt. Das sind die Fakten der sechs Partien vom Freitag.

Eigentlich hätten in Lausanne alle Augen auf Christian Dubé gerichtet sein müssen. Jedoch wurde dem Franko-Kanadier beim Debüt an der Bande des EHC Biel die Show gestohlen – von Joel Genazzi.

Genazzis Nummer 79 wurde vor der Partie unters Lausanner Hallendach gezogen. Genazzi bestritt über 1000 Spiele in National League und Swiss League, trat im Sommer nach zwölf Saisons und 719 Partien mit Lausanne zurück. Der einstige Captain engagiert sich bei Lausannes Stiftung weiter.

Obwohl die Ehrung für Genazzi fast eine halbe Stunde vor dem Spiel begann, erfolgte das erste Bully mit 16 Minuten Verspätung. Genazzi unterhielt die 9600 Zuschauer mit einer abendfüllenden Rede.

Als es endlich losging, wurde schnell klar, dass Dubé in Biel etwas bewirken kann. Tony Rajala erzielte sein 13. Saisontor, aber das erste seit dem 9. November. Und Goalie Harri Säteri, zuletzt ein Lotter-Goalie, rerttete mit 36 Paraden den Seeländern den einen Punkt. Gerade die beiden Finnen hatten zuletzt unter dem Schweden Filander schwach gespielt.

Zuger Befreiungsschlag

Am 30. Oktober feierten die Zuger mit einem 1:0 bei Genève-Servette ihren bisher letzten Auswärtssieg. Nun beendeten sie dank eines 2:1-Erfolgs in Kloten nach neun Niederlagen diese Negativserie. Zugleich kamen sie im wettbewerbsübergreifend elften Spiel in diesem Jahr – zweimal verloren sie gegen Lulea im Halbfinal der Champions Hockey League – zum ersten Sieg. Damit glückte Benoît Groulx sein Debüt als Trainer des EVZ. Es war ein glücklicher Erfolg der Zentralschweizer. Die Klotener scheiterten im letzten Drittel gleich dreimal an der Torumrandung, zuletzt Axel Simic 25 Sekunden vor dem Ende. Alle drei Tore fielen im letzten Abschnitt. Dominik Kubalik brachte die Gäste in der 42. Minute im Powerplay mit seinem 19. Saisontor in Führung. Das entscheidende 2:1 (56.) erzielte der viel gescholtene Jan Kovar nur 128 Sekunden nach dem Ausgleich der Klotener durch Keijo Weibel (54.).

SCB auswärts eine Macht

Berns Leistungen sind derzeit auswärts und zu Hause wie Tag und Nacht. Während der SCB vor heimischem Publikum zuletzt dreimal in Folge verloren hat, feierte er auf fremdem Eis in Rapperswil mit 2:0 den sechsten Sieg in Serie. Die Tore erzielten Joel Vermin (22.) und Benjamin Baumgartner (54.). Vermin profitierte von einem Fehlpass des Rapperswiler Verteidigers Jacob Larsson, Baumgartner traf im Powerplay nach einem Querpass von Vermin. Dank 37 Paraden von Sandro Zurkirchen blieben die Gäste zum vierten Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Die Lakers hatten daheim zuletzt am 19. November 2021 gegen Bern keinen Punkt geholt.

Langnau versagt gegen Ajoie

Die SCL Tigers verlieren zum dritten Mal diese Saison gegen Ajoie. Nach einer 2:0-Führung kassierten die Langnauer in der Overtime eine 2:3-Niederlage. Der 20-jährige Torhüter Martin Neckar spielte sein zweites Spiel in der National League und verlor zum zweiten Mal gegen Ajoie – obwohl er in den beiden Partien 43 von 47 Schüssen parierte. Julius Nättinen bewerkstelligte mit seinen Saisontoren 14 und 15 die Wende vom 1:2 zum 3:2.

Drei späte Tore

Dank drei Goals im letzten Drittel gewannen die ZSC Lions mit 4:2 in Ambri-Piotta. Kimo Gruber, Rudolfs Balcers und der erst im Januar verpflichtete Johan Sundström mit seinem ersten Goal in der National League erzielten die Tore vom 1:2 zum 4:2. Die ZSC Lions haben seit Ende November nie mehr zwei Partien de suite verloren. Sven Andrighetto (3 Assists) und Denis Malgin (1 Tor, 3 Assists) führten den ZSC zum Sieg.

Gottérons fünfter Streich

Das Spitzenspiel der Runde gewann der HC Fribourg-Gottéron gegen Lugano mit 3:2 nach Penaltyschiessen. Die Freiburger kamen zum fünften Sieg hintereinander und verkürzten den Rückstand auf Leader Davos auf acht Punkte. Im Penaltyschiessen reüssierte mit Henrik Borgström bloss einer von zehn Schützen.

Matchtelegramme:

Lausanne – Biel 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) n.V.

9600 Zuschauer (ausverkauft). – SR Tscherrig/Staudenmann, Steenstra/Gnemmi. – Tore: 10. Rajala (Stampfli, Blessing) 0:1. 28. Oksanen (Niku/bei 5 gegen 3) 1:1. 63. Fuchs (Brännström) 2:1. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Biel. – PostFinance-Topskorer: Czarnik; Andersson.

Lausanne: Hughes; Heldner, Brännström; Baragano, Niku; Sansonnens, Marti; Gael Haas, Fiedler; Riat, Rochette, Oksanen; Jäger, Czarnik, Caggiula; Fuchs, Kahun, Douay; Holdener, Bougro, Zehnder.

Biel: Säteri; Hultström, Grossmann; Burren, Dionicio; Blessing, Zryd; Stampfli; Sylvegard, Gaëtan Haas, Hofer; Sallinen, Andersson, Rajala; Sablatnig, Cajka, Kneubuehler; Cattin, Christen, Bärtschi.

Bemerkungen: Lausanne ohne Hügli (krank), Prassl, Suomela, Vouardoux (alle verletzt), Barry, Martin, Wenger (alle ) und Spooner (überzähliger Ausländer), Biel ohne Müller, Sever (beide verletzt), Neuenschwander (krank) und Huuhtanen (überzähliger Ausländer).

Fribourg-Gottéron – Lugano 2:2 (1:0, 0:1, 1:1, 0:0)

9372 Zuschauer (ausverkauft). – SR Borga/Neva, Altmann/Thomann. – Tore: 17. Glauser (Marchon/Unterzahltor!) 1:0. 37. Perlini (Tanner) 1:1. 41. (41:00) Sprunger (Schmid, Marchon) 2:1. 46. Thürkauf 2:2. – Penaltyschiessen: Rattie -, Simion -; Schmid -, Sanford -; Borgström 1:0, Fazzini -; Wallmark -, Thürkauf -; Reber -, Sekac -. – Strafen: je 2mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Schmid; Fazzini.

Fribourg-Gottéron: Galley; Glauser, Streule; Rathgeb, Kapla; Nemeth, Jecker; Seiler; Rattie, Wallmark, Schmid; Bertschy, Borgström, Biasca; Sprunger, De la Rose, Reber; Nicolet, Walser, Marchon; Gerber.

Lugano: Schlegel; Alatalo, Müller; Aebischer, Brian Zanetti; Carrick, Jesper Peltonen; Meile; Simion, Thürkauf, Bertaggia; Fazzini, Sanford, Canonica; Perlini, Tanner, Sekac; Henry, Morini, Aleksi Peltonen.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Dorthe, Sörensen (beide verletzt) und Rau (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Dahlström, Emanuelsson, Kupari und Marco Zanetti (alle verletzt).

Ambri-Piotta – ZSC Lions 2:4 (1:1, 1:0, 0:3)

6500 Zuschauer (ausverkauft). – SR Lemelin/Dipietro, Obwegeser/Allenspach. – Tore: 1. (0:53) Malgin 0:1. 18. Müller (Bürgler) 1:1. 36. DiDomenico (Heim, Joly/Powerplaytor) 2:1. 45. Gruber (Andrighetto, Malgin) 2:2. 49. Balcers (Andrighetto, Malgin) 2:3. 60. (59:29) Sundström (Malgin, Andrighetto) 2:4 (ins leere Tor). – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. – PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Malgin.

Ambri-Piotta: Philip Wüthrich; Virtanen, Zaccheo Dotti; Heed, Zgraggen; Dario Wüthrich, Pezzullo; Bachmann; Bürgler, Heim, Müller; DiDomenico, Tierney, Joly; Zwerger, Manix Landry, Formenton; Grassi, Kostner, De Luca; Lukas Landry.

ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Geering; Weber, Schwendeler; Trutmann, Marti; Ustinkov; Aberg, Malgin, Balcers; Andrighetto, Grant, Gruber; Baechler, Sundström, Riedi; Baltisberger, Sigrist, Bader.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Cajkovsky (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Hollenstein (verletzt), Frödén, Lehtonen und Rohrer (alle krank). Ambri-Piotta von 58:34 bis 59:29 ohne Torhüter.

SCL Tigers – Ajoie 2:3 (0:0, 2:1, 0:1, 0:1) n.V.

5905 Zuschauer (ausverkauft). – SR Hebeisen/Ruprecht, Stalder/Humair. – Tore: 32. (31:47) Riikola (Felcman, Pesonen/Powerplaytor) 1:0. 33. (32:17) Pesonen (Flavio Schmutz, Julian Schmutz) 2:0. 38. Hazen (Devos, Nättinen) 2:1. 56. Nättinen (Thiry) 2:2. 64. Nättinen 2:3. – Strafen: keine gegen SCL Tigers, 3mal 2 Minuten gegen Ajoie. – PostFinance-Topskorer: Petersson; Honka.

SCL Tigers: Neckar; Meier, Riikola; Kinnunen, Mathys; Paschoud, Baltisberger; Erni; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Pesonen; Petersson, Felcman, Mäenalanen; Rohrbach, Malone, Allenspach; Petrini, Salzgeber, Lapinskis; Bachofner.

Ajoie: Ciaccio; Fey, Honka; Christe, Friman; Fischer, Berthoud; Thiry, Pilet; Hazen, Devos, Nättinen; Sopa, Wick, Mottet; Pedretti, Romanenghi, Veckaktins; Cormier, Cavalleri, Pouilly.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Meyer (krank) und Björninen (verletzt), Ajoie ohne Bellemare, Bozon, Garessus, Gauthier, Keller, Patenaude, Robin und Turkulainen (alle verletzt).

Rapperswil-Jona Lakers – Bern 0:2 (0:0, 0:1, 0:1)

5560 Zuschauer. – SR Kaukokari/Stolc, Schlegel/Nater. – Tore: 22. Vermin 0:1. 54. Baumgartner (Vermin, Häman Aktell/Powerplaytor) 0:2. – Strafen: je 3mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Strömwall; Ejdsell.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Capaul, Maier; Honka, Larsson; Mika Henauer, Jelovac; Kellenberger; Wetter, Dünner, Lammer; Strömwall, Rask, Zangger; Moy, Maillet, Fritz; Hofer, Albrecht, Taibel; Marlon Graf.

Bern: Zurkirchen; Loeffel, Lindholm; Untersander, Rhyn; Häman Aktell, Füllemann; Kindschi; Merelä, Aaltonen, Marchon; Lehmann, Sgarbossa, Ejdsell; Vermin, Baumgartner, Müller; Ritzmann, Alain Graf, Alge; Schild.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Dufner, Jensen, Pilut, Quinn (alle verletzt), Bern ohne Bemström, Simon Moser, Scherwey (alle verletzt), Kreis (krank), Jakowenko und Reideborn (beide überzählige Ausländer). Rapperswil-Jona Lakers ab 56:50 ohne Torhüter.

Kloten – Zug 1:2 (0:0, 0:0, 1:2)

5031 Zuschauer. – SR Piechaczek/Fritschi, Urfer/Bürgy. – Tore: 42. Kubalik (Sklenicka, Tatar/Powerplaytor) 0:1. 54. Weibel (Lindroth, Gignac) 1:1. 56. Kovar (Hofmann) 1:2. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kloten, 3mal 2 Minuten gegen Zug. – PostFinance-Topskorer: Leino; Kubalik.

Kloten: Waeber; Profico, Lindroth; Bernd Wolf, Klok; Sidler, Steiner; Kellenberger; Derungs, Leino, Puhakka; Ramel, Morley, Smirnovs; Meyer, Gignac, Weibel; Simic, Schäppi, Schreiber; Rafael Meier.

Zug: Genoni; Sklenicka, Riva; Tobias Geisser, Mischa Geisser; Schlumpf, Stadler; Moret; Tatar, Wingerli, Kubalik; Vozenilek, Kovar, Hofmann; Künzle, Senteler, Herzog; Lindemann, Leuenberger, Eggenberger.

Bemerkungen: Kloten ohne Hausheer und Simon Meier (beide verletzt), Zug ohne Balestra, Bengtsson, Diaz, Fueter, Guerra und Martschini (alle verletzt). Kloten ab 58:22 ohne Torhüter.