Petition fordert vom Bund Bekämpfung von Deepfake-Pornos
Bundesrat und Parlament sollen Deepfakes und sexualisierte Gewalt im Internet konsequent bekämpfen. Techkonzerne sollen bei der Verbreitung sexualisierter Gewalt in die Pflicht genommen werden, fordert eine Petition.
Die 25’000 Unterschriften der Petition wurden am Dienstag dem Justizdepartement übergeben, wie die Initiatoren mitteilten. Dieses wird zusammen mit dem Bundesrat aufgefordert, endlich zu handeln – „und zwar auf allen Stufen, in allen Departementen“.
Hinter der Petition stehen die überparteiliche „Internet-Initiative“, die die Tech-Plattformen wegen der Verbreitung illegaler Inhalte in die Verantwortung nehmen will, die Grüne Partei sowie die Demokratieplattform WeCollect.
Die Berichte von betroffenen Schweizer Politikerinnen, Moderatorinnen und Influencerinnen seien keine Einzelfälle mehr, wurde Guido Fluri, der Urheber der überparteilichen „Internet Initiative“ in der Mitteilung zitiert: „Was wir hier im Netz erleben, sind keine Einzelfälle mehr, sondern Gewalt, die sich epidemisch ausbreitet. Wenn wir sie jetzt nicht stoppen, ist es zu spät.“
Onlinemissbrauch traumatisiert
Die Deepfake-Welle könne jeden und jede treffen. Vor allem Frauen und Mädchen seien Opfer, würden digital ausgezogen, sexualisiert, missbraucht und öffentlich ausgestellt. Dies sei inakzeptabel, heisst es in der Mitteilung. Eine internationale Studie zeige zudem, dass Onlinemissbrauch gleich schwer traumatisiere wie physische Gewalt. der Schutz müsse darum verstärkt werden.
Sogenannten „Nudify-Apps“ müssten endlich eingeschränkt werden und das Systemversagen unterbunden werden. Vor allem aber brauche es eine konsequente Regulierung der Plattformen und Massnahmen im Strafrecht, denn Persönlichkeitsrechte würden schwer verletzt.
