Kanada schlägt Finnland nach 0:2-Rückstand
Sport
20. Februar 2026

Kanada schlägt Finnland nach 0:2-Rückstand

Das Team Canada steht im Hockey-Turnier der Männer nach einem 3:2-Sieg über Finnland im Final. Den zweiten Halbfinal bestreiten die USA und die Slowakei.

Finnland machte in diesem packenden ersten Halbfinal die Schweiz! Die Finnen führten gegen die Kanadier mit 2:0. Sie hielten diese Führung bis zur 51. Minute. In den letzten neun Minuten des dritten Abschnitts erzwang Kanada die Wende: Zuerst hämmerte Shea Theodore einen Weitschuss zum 2:2-Ausgleich ins Netz. Und 35,2 Sekunden vor Schluss zauberte Nathan MacKinnon in Überzahl das 3:2-Siegtor ins Netz.

Die Finnen, die gegen die Schweiz im Viertelfinal im Finish aus einem 0:2 ein 3:2 nach Verlängerung gemacht hatten, haderten diesmal. Beim 2:2-Ausgleich der Kanadier wurde der herausragende finnische Goalie Juuse Saros (36 Paraden) von Brad Marchand behindert. Die Finnen verhinderten bei diesem Gegentreffer wohl vernünftigerweise auf eine Challenge, weil ein finnischer Verteidiger (Erik Haula) Marchand in den Goalie stiess.

Umstrittene Szenen

Die nächste umstrittene Szene gab es in der 58. Minute, als die (kanadischen) Referees den Finnen Niko Mikkola mit Recht (aber auch mit einem sehr späten Entscheid) für ein Stockfoul auf die Strafbank schickten. Zwei Sekunden vor Ablauf dieser Zweiminutenstrafe gelang MacKinnon das Siegtor. Und dann war da noch ein Millimeter-Entscheid, dass diesem dritten kanadischen Treffer kein Offside vorausgegangen war.

Dass Nathan MacKinnon die Partie entschied, war gewiss kein Zufall. Der 30-jährige Starspieler von Colorado Avalanche hätte schon in der 58. Minute fast getroffen. Bei dieser Szene gelang es Goalie Saros, mit zwei Puck-Berührungen mit dem Stockende die Scheibe um den Pfosten herum zu stochern.

Eine Bestmarke stellte bei den Kanadier Connor McDavid auf: McDavid (29) steuerte gegen die Finnen Assists zum 1:2 und zum 3:2 bei. Damit steht der Mittelstürmer der Edmonton Oilers schon vor dem Spiel um Gold bei 13 Skorerpunkten. So viele Punkte skorte bei Olympia noch nie einer. Bislang hielten die Finnen Teemu Selänne und Saku Koivu (beide 2006) mit jeweils 11 Zählern gemeinsam mit McDavid diese Bestmarke.

Kanada – Finnland 3:2 (0:1, 1:1, 2:0)

Mailand. – 11’510 Zuschauer (ausverkauft). – SR Furlatt/O’Rourke (CAN), Ankerstjerne/Daisy (DEN/USA). – Tore: 17. Rantanen (Aho/Ausschluss Bennett) 0:1. 24. Haula (Armia/Ausschluss Aho!) 0:2. 34. Reinhart (Makar, McDavid/Ausschluss Anton Lundell) 1:2. 60. (59:24) MacKinnon (McDavid, Celebrini/Ausschluss Mikkola) 3:2. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kanada, 4mal 2 Minuten gegen Finnland.

Kanada: Binnington; Makar, Toews; Parayko, Harley; Doughty, Sanheim; Theodore; Wilson, McDavid, Celebrini; Jarvin, MacKinnon, Horvat; Stone, Marner, Suzuki; Hagel, Marchand, Bennett; Reinhart.

Finnland: Saros; Heiskanen, Esa Lindell; Mikkola, Ristolainen; Matinpalo, Määtä; Jokiharju; Lehkonen, Rantanen, Aho; Granlund, Teravainen, Hintz; Luostarinen, Kakko, Anton Lundell; Halula, Kirivanta, Armia; Kapanen.

Bemerkungen: Kanada ohne Crosby (verletzt). – Torschüsse: Kanada 39 (8-14-17); Finnland 17 (8-3-6). – Powerplay-Ausbeute: Kanada 2/4; Finnland 1/2 (plus 1 Shorthander erzielt).