Niederlage im Final des United Cup, aber: Dieser Bündner ist der «heimliche Held» der Schweiz
Sport
11. January 2026

Niederlage im Final des United Cup, aber: Dieser Bündner ist der «heimliche Held» der Schweiz

Die Schweiz verliert den Final des United Cup in Sydney gegen Polen. An der Seite von Belinda Bencic trumpft ein Churer gross auf. Und holt sich das Lob eines dreifachen Grand-Slam-Siegers.

Es fehlt bloss das Happy End. Im entscheidenden Doppel verliert die Schweiz den Final des United Cup gegen Polen. 4:6, 3:6 hiess es am Ende aus Sicht des Schweizer Duos Belinda Bencic und Jakub Paul. Jakub Paul? Genau! Der Churer darf beim Nationenturnier im Doppel stets an der Seite von Teamleaderin Bencic ran. Bis zum Final bleibt das Duo ungeschlagen. 

Der 26-Jährige ist eigentlich bloss als Ersatz vorgesehen. Weil Stan Wawrinka im Einzel aber öfters über die volle Distanz ranmuss, rutscht Paul im Doppel nach. Und macht seine Sache bravourös. Für den Bündner gibts Lob vom dreifachen Grand-Slam-Sieger Wawrinka. Die Presseabteilung des United Cup publiziert gar eine Geschichte für den Schweizer. Titel: «Die Cinderella story des United Cup 2026.» 

Und was sagt Paul selbst? «Es fühlt sich alles so surreal an. Es ist irgendwie verrückt.» Paul ist eigentlich auf der Challenger Tour unterwegs. Im Einzel belegt er aktuell Rang 341. Besser läufts im Doppel, wo er im vergangenen Jahr in die Top 100 stürmte, im Moment wird er auf Position 81 geführt. 

Bencic siegt im Einzel

Im Final gegen Polen war die Schweiz überhaupt erst dank Bencic in Führung gegangen. Gegen Iga Swiatek gelang der Ostschweizerin der Exploit. Die 28-Jährige besiegte die Weltnummer 2 mit 3:6, 6:0 und 6:3. Entscheidend war Bencics absolute Dominanz im zweiten Satz, den sie schliesslich gar zu null gewann. Auch im Entscheidungssatz schaffte Bencic früh das Break, das sie bis zum Schluss der Partie nicht mehr hergab.

Stan Wawrinka konnte nicht ganz an Bencics Leistung anknüpfen. Nach verlorenem Startsatz gegen Hubert Hurkacz drehte der Waadtländer zwar auf. Doch letztlich war der Pole zu stark und gewann 6:3, 3:6 und 6:3. Etwas mehr als eine Stunde später war auch die letzte Partie des Tages vorbei. Die Schweiz, die am United Cup erstmals überhaupt über die Gruppenphase hinausgekommen war, konnte knapp nicht über den Sieg jubeln. «»