Sunak: Goldene Ära der Beziehungen mit China ist beendet

Auch unter dem Eindruck regierungskritischer Proteste in China hat der britische Premierminister Rishi Sunak eine Kursänderung in den Beziehungen mit Peking angekündigt.

«Die sogenannte Goldene Ära ist vorbei, zusammen mit der naiven Vorstellung, dass Handel automatisch zu sozialen und politischen Reformen führen würde», sagte Sunak am Montagabend in seiner ersten aussenpolitischen Rede. China stelle eine systemische Herausforderung «für unsere Werte und Interessen» dar. Diese Herausforderung werde immer grösser, je autoritärer China werde, sagte der Regierungschef. Er warnte zugleich vor Rhetorik wie im Kalten Krieg.

«Natürlich können wir Chinas Bedeutung für internationale Fragen, für die globale wirtschaftliche Stabilität oder Fragen wie Klimawandel nicht ignorieren», sagte Sunak. Gemeinsam mit Verbündeten wie den USA, Kanada, Australien oder Japan müsse Grossbritannien «diesen sich verschärfenden Wettbewerb» annehmen. «Vieles davon dreht sich um die dramatische Verbesserung unserer Widerstandsfähigkeit, insbesondere unserer wirtschaftlichen Sicherheit», sagte der Premier.

Sunak versprach zudem, die Beziehungen mit der EU neu zu beleben, um Problemen wie Sicherheit und Migration gemeinsam zu begegnen. Allerdings gebe es nach dem Brexit keinen Weg zurück. «Unter meiner Führung werden wir uns niemals EU-Recht anpassen», sagte Sunak.