Nestlé will in den kommenden Jahren weiter zulegen

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé setzt in den kommenden Jahren auf die bislang bewährte Strategie und will so weiter zulegen. Zudem soll sich die Marge nach einer inflationsbedingten Delle bis 2025 wieder erholen.

Den Aktionärinnen und Aktionären will Nestlé weiterhin attraktive Dividenden bezahlen. Im Vorfeld des am Dienstag in Barcelona stattfindenden Investorentreffens hat Nestlé bis 2025 geltende Ziele formuliert. Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern will die Umsätze organisch, also ohne Zukäufe und Wechselkursveränderungen, auf nachhaltiger Basis jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern, wie es in der Mitteilung dazu heisst.

Damit orientiert sich Nestlé an den bisher angestrebten, mittelfristigen Wachstumszielen. Gar noch etwas rascher will der Konzern im laufenden Jahr wachsen, wobei die zuletzt gemachten Prognosen leicht angehoben werden. Für 2022 rechnet Nestlé neu mit einem Wachstum von 8 bis 8,5 Prozent, dies nachdem der bisherige Ausblick bei rund 8 Prozent gelegen hatte. Ein wesentlicher Treiber dieses Wachstums sind Preissteigerungen.

Weiter in Strategie investieren

Mit Blick nach vorn hält Nestlé am eingeschlagenen Weg fest und legt dabei den Fokus auf den Ausbau des Geschäfts in den Themenbereichen Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden bzw. Wellness. «So haben wir in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht, indem wir das organische Wachstum beschleunigt, die Margen erhöht und die Kapitaleffizienz verbessert haben», wird Konzernchef Mark Schneider in der Mitteilung zitiert.

Nun werde die Gruppe in weiteres Wachstum investieren, so Schneider weiter. Den Fokus legt Nestlé auf Nahrungsmittel und Getränke, inklusive des Bereichs Nestlé Health Science. Im Fokus stehen da auch das Consumer Care- und Medical Nutrition-Geschäft. Auf den Prüfstand stellt der Konzern derweil die Zukunft des 2020 übernommenen Erdnussallergiemittels Palforzia.

Hohe Marge

Das Wachstum von Nestlé soll künftig weiterhin profitabel gestaltet werden. Der Konzern will die operative Marge bis 2025 mit 17,5 bis 18,5 Prozent auf einem hohen Niveau halten. Im laufenden Jahr dürfte sich den Erwartungen zufolge bei rund 17 Prozent zu liegen kommen.

Im laufenden und vergangenen Jahr wurde die Profitabilität durch die kräftigen Inflationstrends etwas gebremst, nachdem sie 2020 noch 17,7 Prozent erreicht hatte. Mittelfristig hatte Nestlé bislang eine «moderate Margenverbesserung» in Aussicht gestellt, nun gibt es dazu erstmals wieder konkrete Vorgaben.

Beim Ergebnis je Aktie strebt Nestlé in Lokalwährungen gerechnet bis 2025 einen Anstieg im Bereich von 6 bis 10 Prozent an. Das soll auch den Aktionären zugutekommen.

Nestlé will in Zukunft die Dividendenzahlungen weiterhin Jahr für Jahr erhöhen. Zugleich werde das bis 2024 laufende Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 20 Milliarden Franken fortgesetzt, heisst es. Bislang seien diesbezüglich Aktien im Umfang von 9,7 Milliarden zurückgekauft worden.