Kantone bleiben trotz ökonomischer Herausforderungen kreditwürdig

Die Schweizer Kantone sind trotz der konjunkturellen Herausforderungen mit Blick auf die Kreditwürdigkeit weiterhin gut aufgestellt. Die Finanzen aller Kantone und auch der sechs untersuchten Städte seien gesund, heisst es in einem Bericht der Credit Suisse.

Die Bank stuft die Kreditwürdigkeit aller Kantone mindestens mit «High A» bis maximal mit «AAA» ein, wie sie am Dienstag mitteilt. Dennoch gab es eine beschränkte Anzahl von Änderungen in der Einschätzung.

So hat die Bank den Kanton Schaffhausen neu um eine Stufe auf «AAA» hochgestuft, den Kanton Uri hingegen um einen Tick hinunter auf «Mid AA». Beide Ratingänderungen hätten sich seit einiger Zeit abgezeichnet. Bei Schaffhausen habe die Entwicklung der finanziellen Situation und die gute Haushaltsdisziplin die Heraufstufung erlaubt.

Uri mit getrübten finanziellen Aussichten

Der Kanton Uri hingegen habe die Erfordernisse für das frühere Rating schon einige Jahre nicht mehr erfüllt. Nun habe sich die Situation während der Pandemie noch verschlechtert und der Ausblick sei auch nicht rosig.

Bei unveränderten Ratings für die Kantone Solothurn («Mid AA») und Wallis («Low AA») wurde der Ausblick für die Einstufung bei Solothurn auf «stabil» von «negativ» erhöht, für das Wallis hingegen auf «negativ» von «stabil» gesenkt.

Für die anderen Kantone belässt die CS die Ratings wie gehabt. Die höchsten Ratings («AAA stabil») haben nebst Basel-Stadt die Kantone Nidwalden, Schwyz, Waadt, Zug und Zürich. Die tiefsten Ratings («High A stabil») verteilt die CS den Kantonen Jura, Neuenburg und Tessin.

Von den abgedeckten Städten verfügen Zürich («High AA») sowie Bern und Winterthur (je «Mid A») über die besten Ratings, während Genf («Low AA») leicht sowie und Lausanne («High A») und Lugano («Mid A») noch eine Spur vorsichtiger eingeschätzt werden.