Geflüchtete Ukrainerin tritt bei Schwedens ESC-Vorentscheid an

Eine junge Ukrainerin ist im Rennen, um die Abba-Nation Schweden beim Eurovision Song Contest im nächsten Jahr in Liverpool zu vertreten.

Die 17-jährige Maria Sur zählt zu den ersten 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den schwedischen ESC-Vorentscheid Melodifestivalen, die der Rundfunksender SVT am Dienstag präsentierte. Die zweite Hälfte des Kandidatenfeldes sollte am Mittwoch bekanntgegeben werden.

«Ich bin vor acht Monaten mit meiner Mutter wegen des Krieges in meinem Land nach Schweden gekommen», berichtete die junge Sängerin in einer Videobotschaft. Erst kurz vor Kriegsausbruch habe sie noch bei «The Voice of Ukraine» teilgenommen, nun sei sie «sehr, sehr froh und unglaublich dankbar», am Melodifestivalen teilnehmen zu können. «Mein Song wird euch meine Geschichte erzählen», sagte sie. Der passende Titel: «Never Give Up» (Gib niemals auf).

Schweden zählt mit sechs Siegen zu den erfolgreichsten ESC-Nationen, besonders der Erfolg der Popgruppe Abba mit «Waterloo» 1974 in Brigthon gilt als legendär. Wer das skandinavische Land im Mai 2023 in Liverpool vertritt, entscheidet sich in einem wochenlangen Auswahlprozess: Im Februar finden zunächst vier Vorrunden in verschiedenen schwedischen Städten statt, im März dann das Halbfinale in Örnsköldsvik und das Finale in Stockholm. Maria Sur geht zunächst bei der zweiten Vorrunde am 11. Februar in Linköping an den Start.

Grossbritannien springt 2023 als ESC-Gastgeberland für die von Russland angegriffene Ukraine ein, die beim diesjährigen Wettbewerb in Turin mit dem Kalush Orchestra gewonnen hat.