Erstmals ein Frauentrio im Ratspräsidium des Ständerats

Der Montag hat im Ständerat mehrere historische Premieren gebracht. Nicht nur ist Präsidentin Brigitte Häberli (Mitte/TG) die erste Thurgauerin und erst die fünfte Frau, die den Vorsitz übernimmt. Erstmals besteht das Ratspräsidium ausschliesslich aus Frauen.

Zur ersten Vizepräsidentin wählte der Ständerat Elisabeth Baume-Schneider (SP/JU). Sie erhielt 45 von 45 gültigen Stimmen.

Ob Baume-Schneider das Amt längerfristig ausüben wird, ist allerdings noch offen: Die SP-Fraktion hat sie zusammen mit ihrer Baselstädter Ratskollegin Eva Herzog als Kandidatin für die Nachfolge von Bundesrätin Simonetta Sommaruga nominiert.

Premiere für die Grünen

Zweite Vizepräsidentin wurde Lisa Mazzone (Grüne/GE) mit 45 von 45 gültigen Stimmen. Mit Mazzone nimmt erstmals eine Grünen-Politikerin im Ratspräsidium Einsitz – eine späte Folge der «grünen Welle» bei den Wahlen 2019.

Damit könnte die Liste der Ständeratspräsidentinnen schon bald länger werden. Vorausgesetzt, Baume-Schneider wird am 7. Dezember nicht zur Bundesrätin gewählt und verteidigt 2023 ihren Ständeratssitz, dürfe sie in einem Jahr Nachfolgerin Häberlis werden. Schafft auch Mazzone im Herbst 2023 den Wiedereinzug in die kleine Kammer, wird sie im Jahr darauf als dritte Frau in Folge und als erste Grüne überhaupt das «Stöckli» präsidieren.

Andrea Caroni (FDP/AR) ist neu Stimmenzähler. Zum Ersatzstimmenzähler bestimmte der Rat Stefan Engler (Mitte/GR). Alle Gewählten rutschten eine Stufe höher in Richtung künftiges Ratspräsidium.

Als weiteres Büromitglied wählten die Mitglieder des Ständerats ausserdem Werner Salzmann (SVP/BE) wieder.