Litauen verhängt Einreiseverbot für Hisbollah

Litauen hat als erster Baltenstaat ein Einreiseverbot für Anhänger der schiitische Organisation Hisbollah aus dem Libanon verhängt.

Die Hisbollah setze «terroristische Methoden» ein, die die Sicherheit des EU- und Nato-Landes und anderer Staaten gefährdeten, begründete Aussenminister Linas Linkevicius den Schritt am Mittwoch. Die Entscheidung sei auf Grundlage von Informationen litauischer Institutionen und Partner getroffen worden, hiess es in einer Mitteilung des Aussenamts in Vilnius. Das Verbot gilt zehn Jahre.

Der israelische Aussenminister Gabi Aschkenasi begrüsste die Entscheidung als «mutig und wichtig für die Wahrung der regionalen Stabilität». Er rief alle europäischen Staaten dazu auf, «sich der Entscheidung anzuschliessen und die Terrororganisation zu verbieten». Die Hisbollah sei eine gefährliche und skrupellose Organisation, die versuche, im Auftrag und mit Finanzierung des Irans weltweit Anschläge zu verüben.

Die 1982 im Libanon gegründete Bewegung wird für zahlreiche Anschläge gegen Israel verantwortlich gemacht. Bisher hatten den Angaben zufolge in Europa Grossbritannien, Deutschland und die Niederlande die Hisbollah als Terrororganisation eingestuft.