Tausende demonstrieren in Gaza gegen Nahost-Plan von Trump

Wegen des umstrittenen Nahost-Plans von US-Präsident Donald Trump sind in Gaza-Stadt tausende Palästinenser auf die Strasse gegangen. Unter den Rufen «Der Plan wird nicht durchkommen» verbrannten die Demonstranten am Dienstag Reifen, US-Flaggen und Bilder von Trump.

Auch in der Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen gab es Proteste gegen den US-Nahost-Plan, der am Dienstag in Washington vorgestellt werden sollte.

Auch in Nablus und Ramallah im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland waren Kundgebungen geplant, die bis in die Nacht hinein andauern sollten.

US-Präsident Trump will den umstrittenen Plan zum Nahost-Konflikt am Dienstag um 18 Uhr Schweizer Zeit gemeinsam mit seinem engen Verbündeten, Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, im Weissen Haus vorstellen. Die Palästinenser, die nicht an der Ausarbeitung des Plans beteiligt waren, haben dem Vorhaben bereits eine klare Absage erteilt.

Palästinensischen Quellen sowie israelischen Medien zufolge könnten die US-Pläne unter anderem die von Washington vorgenommene Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels bekräftigen und im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland die Eingliederung der jüdischen Siedlungen in israelisches Staatsgebiet sowie die Annexion des Jordantals vorsehen.