Überragende Schweizer im ersten Slalom-Lauf

Die Schweizer Slalom-Fahrer sind im ersten Lauf des Weltcup-Slaloms in Adelboden eine Macht. Daniel Yule fährt Bestzeit, drei seiner Teamkollegen liegen auf den Plätzen 3 bis 5.

Die Stärke der Schweizer Slalom-Truppe ist hinlänglich bekannt. Was die Fahrer von Trainer Matteo Joris im ersten Durchgang am Chuenisbärgli aufführten, übertraf aber selbst die kühnsten Erwartungen. Hinter Yule, der am Mittwoch in Madonna di Campiglio die Halbzeit-Führung zur Wiederholung seines Vorjahressieges genutzt hatte, brachten sich auch Ramon Zenhäusern, er trotz Schwächung durch ein Magen-Darm-Virus, der überraschende Tanguy Nef und Loïc Meillard in eine hervorragende Ausgangslage und heizten die ohnehin gute Stimmung unter den Zuschauern zusätzlich an.

Zenhäusern verlor als Dritter 33 Hundertstel, Nef, vier Tage zuvor als Sechster in Madonna di Campiglio so gut wie noch nie klassiert im Weltcup, als Vierter 35 Hundertstel, und Meillard, der die Enttäuschung vom Vortag im Riesenslalom offenbar gut verdaut hat, als Fünfter 48 Hundertstel. In den Kreis der überragenden Schweizer vermochte einzig Clément Noël einzubrechen. Der junge Franzose liegt als Zweitschnellster 25 Hundertstel hinter Yule zurück.

Sehr gut schlug sich auch Marc Rochat. Er stiess mit der Startnummer 61 und einer Sekunde Rückstand auf Platz 18 vor. Im zweiten Lauf dabei sein wird auch Reto Schmidiger. Sandro Simonet und Luca Aerni dagegen verpassten die Qualifikation für die Entscheidung.

In der Statistik mit den Podestplätzen im seit dem Jahr 2000 ausgetragenen Weltcup-Slalom in Adelboden ist bisher nur ein Schweizer aufgeführt. Marc Berthod entschied das zum Klassiker gewordene Rennen vor 13 Jahren. Gestartet war der Bündner mit der Nummer 60.