Rege Beteiligung an Präsidentenwahl in Rumänien

Bei der Präsidentenwahl in Rumänien zeichnete sich am Sonntag eine rege Beteiligung ab. Bis 14.00 Uhr MEZ hatten 29,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie das Zentrale Wahlbüro in Bukarest mitteilte.

Das war etwas mehr als bei der letzten Europawahl, als um die gleiche Zeit 27,68 Prozent gewählt hatten.

Favorit bei der Wahl ist Amtsinhaber Klaus Iohannis. Er wird von der erst seit einer Woche regierenden bürgerlichen Partei PNL unterstützt. Rund 18,2 Millionen Wähler waren aufgerufen, sich für einen von 14 Kandidaten zu entscheiden. Keiner dürfte auf Anhieb die absolute Mehrheit bekommen, so dass es wahrscheinlich am 24. November zu einer Stichwahl kommt.

Amtsinhaber Iohannis könnte davon profitieren, dass den Angaben zufolge bislang mehr Rumänen in Städten als in ländlichen Gebieten ihre Stimme abgegeben haben. In Rumänien wählen Städter eher bürgerlich-liberal. Hingegen sind in den Dörfern traditionell die Sozialdemokraten (PSD) der kürzlich als Ministerpräsidentin gestürzten Politikerin Viorica Dancila stark.

Eine Rekord-Wahlbeteiligung zeichnete sich bei den im Ausland lebenden Rumänen ab. Fast eine halbe Million Auslandsrumänen hatten bis 14.00 Uhr MEZ gewählt. Anders als früher war diesmal eine Stimmabgabe per Briefwahl möglich, zudem durfte im Ausland bereits seit Freitag gewählt werden. Bei früheren Wahlen war es in Konsulaten zu Tumulten gekommen, weil der Andrang so gross war.

Die Wahllokale sollten um 20.00 Uhr (MEZ) schliessen. Unmittelbar danach sollten Prognosen aufgrund von Wählerbefragungen veröffentlicht werden. Mit Ergebnissen auf Basis ausgezählter Stimmzettel wird am Montag gerechnet.