Und täglich grüsst der Roman Cervenka

Mit dem 4:3-Sieg gegen den EV Zug feierten die SCRJ Lakers den vierten Sieg in Serie. Matchwinner war erneut Roman Cervenka, der die dritte Verlängerung in Folge mit einem Treffer entschied.

Matchwinner für die Lakers: Roman Cervenka (l.) traf in der Overtime zum Sieg, Kevin Clark hatte bei drei Toren seinen Stock im Spiel. Bild Keystone

von Lars Morger

Zum dritten Mal in Folge ging es gestern Abend für die SCRJ Lakers in die Verlängerung, zum dritten Mal verliessen die Rosenstädter das Eis als Gewinner. Matchwinner war jener, der auch schon die letzten zwei Verlängerungen für sein Team entschieden hatte. Diesmal brauchte Roman Cervenka 39 Sekunden, ehe er die 3839 Zuschauer in der SGKB-Arena – das dem Team schon zwei Minuten vor Spielende mit einer Standing Ovation würdigte – in einen kollektiven Jubeltaumel stürzte.

Überlegene Lakers
Die Partie begann ruhig. In den ersten fünf Minuten war das Abtasten zwischen den Lakers und dem EV Zug spürbar, Torchancen waren Mangelware. Die erste Chance durften die Lakers für sich verbuchen, ein Ablenker von Roman Cervenka konnte der Zuger Schlussmann Leonardo Genoni aber parieren. Danach war das Spiel lanciert. Die Lakers schnürten die Zuger in ihrer Zone regelrecht ein. Andrew Rowe, Roman Schlagenhauf und Dominik Egli vergaben jedoch Topchancen zur Führung.

Beim x-ten Anlauf klappte es dann endlich. Nach einem Fehler der Zuger in der Offensivzone schaltete SCRJ-Verteidiger Cédric Hächler blitzschnell um, lancierte Rowe, und dieser servierte den Puck pfannenfertig auf die Schaufel von Danny Kristo, der nur noch einzuschieben brauchte. «Rowe ist unglaublich wichtig für diese Mannschaft. Er ist ein grossartiger Leader und auf dem Eis unser Kampftier», lobte Lakers-Trainer Jeff Tomlinson den amerikanischen Captain in den höchsten Tönen.

Die Lakers standen sowohl in der eigenen Zone, als auch in der des Gegners gut und konnten die Zuger Angriffsversuche bereits früh unterbinden. Der EVZ seinerseits zeigte sich vor allem in der Defensive lethargisch und extrem anfällig. Sie konnten Genoni dafür danken, dass sie nach dem ersten Drittel nicht höher zurücklagen.

Durch Strafe Schwung verloren
Auch im zweiten Drittel kamen die Lakers gut aus der Kabine. Eine (fragwürdige) Zweiminuten-Strafe gegen Martin Ness in der 23. Minute konnte der EVZ aber schon nach wenigen Sekunden zum Ausgleich ummüntzen. Lino Martschini traf nach einem schönen Querpass von Raphael Diaz. Dieser Treffer nahm den Lakers den Wind aus den Segeln. Zug dominierte danach die bis anhin tadellose Lakers-Defensive und kam zu mehreren guten Chancen. Doch Lakers-Goalie Melvin Nyffeler rettete zweimal in Extremis und hielt seinen Kasten dicht.

In der 37. Minute wurde Cédric Hüsler von Miro Zryd zu lange festgehalten und die Lakers durften zum zweiten Mal in dieser Partie in Überzahl spielen. Nachdem die erste noch ohne Tor geendet hatte, lenkte Kevin Clark einen Schuss von Dominik Egli zur erneuten Führung für die Hausherren ab.

Kampf auf Messers Schneide
Nach einem wenig ereignisreichen Start in den Schlussabschnitt stand Lakers-Verteidiger Cédric Hächler am Ursprung des erneuten Zuger Ausgleichs. Erst brachte er die Scheibe nicht aus der Zone, dann vertändelte er das Spielgerät und sorgte so für das 2:2 durch Gregory Hofmann.

Das Spiel plätscherte danach bis zur 50. Minute vor sich hin, als EVZ-Stürmer Sven Senteler mit einem unnötigen Foul in der Offensivzone den Lakers ein weiteres Powerplay bescherte. Dass die Lakers Powerplay können, bewiesen sie in dieser Saison schon des Öfteren. Nachdem Kevin Clark bei einem Schuss der Stock gebrochen war, kullerte die Scheibe an den Schlittschuh von Andrew Rowe und von dort ins Tor zur dritten Lakers-Führung des Abends. Doch schon kurz darauf schoss Erik Thorell nach einem mustergültigen Konter das 3:3.

Nach dem Ausgleich stand das Spiel auf Messers Schneide. Beide Mannschaften kamen zu Chancen. «Es war wichtig, dass wir nach dem Ausgleich nicht in Panik verfallen sind, sondern ruhig weitergespielt haben», analysierter Lakers-Stürmer Kevin Clark, der sich gestern Abend drei Skorerpunkte gutschreiben lassen konnte.

Weil bis zum Ende keine weiteren Tore fielen, kam es für die SCRJ Lakers zur dritten Verlängerung in Folge. Dort kam Topskorer Cervenka auf der rechten Seite an die Scheibe, zog in die Mitte und schloss unwiderstehlich zum Sieg ein. «Es ist grossartig, einen solchen Weltklasse-Spieler in der Mannschaft zu haben», schwärmt Clark von Cervenkas Qualitäten.

Nach dem gestrigen Sieg stehen die SCRJ Lakers in der Tabelle auf dem vierten Rang. Die Leistungen begeistern auch die Zuschauer, die Stimmung in der SGKB-Arena war ausgezeichnet, anerkennt auch Clark. «Unsere Fans sind fantastisch. Sie geben uns viel Energie.» Übrigens: Vier Siege in Folge haben die Lakers letztmals im Play-out-Final 2011 gegen Ambri-Piotta feiern können.

Rapperswil-Jona Lakers – Zug 4:3 (1:0, 1:1, 1:2, 1:0) n. V.
SGKB-Arena, 3839 Zuschauer. SR Borga/Kaukokari, Kaderli/Ambrosetti.
Tore: 11. Kristo (Rowe, Hächler) 1:0. 23. Martschini (Diaz/Ausschluss Ness) 1:1. 38. Clark (Egli, Cervenka/Ausschluss Zryd) 2:1. 44. Hofmann (Klingberg, Kovar) 2:2. 52. Rowe (Clark, Cervenka/Ausschluss Senteler) 3:2. 53. Thorell (Martschini, Senteler) 3:3. 61. (60:39) Cervenka (Clark) 4:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 3mal 2 Minuten gegen Zug.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Maier, Hächler; Profico, Dufner; Randegger, Egli; Schmuckli, Gähler; Forrer, Rowe, Kristo; Spiller, Cervenka, Clark; Casutt, Schlagenhauf, Mosimann; Dünner, Ness, Hüsler.
Zug: Genoni; Stadler, Diaz; Alatalo, Thiry; Zgraggen, Zryd; Morant, Schlumpf; Hofmann, Kovar, Klingberg; Thorell, Senteler, Martschini; Bachofner, Leuenberger, Simion; Volejnicek, Albrecht, Zehnder.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Wellman, Vukovic, Schweri (alle verletzt), Bader, Rehak, Gurtner, Loosli, Hollenstein (anderes Team), Zug ohne McIntyre, Lindberg (beide gesperrt), Schnyder, Kristensen (beide verletzt) . 23:21 und 55:21 Pfostenschuss EVZ.