Öchslegrade reichen nicht an das Jahr 2018 heran

Die Rebbegehung brachte es an den Tag: In Ausserschwyz ist man auf dem Weg zu einem guten Wein. An das Jahr 2018 reichen die Öchslegrade der getesteten Reben aber nicht heran. Noch etwas Sonne täte dem Wein gut.

Die Freude ist, dass 2019 bis anhin ein gutes Rebjahr ist. Es gab sonnige, heisse Phasen im Sommer, die jedoch immer wieder von etwas Regen unterbrochen wurden. Somit fanden die Reben gute Wuchsbedingungen vor. Das Leid ist, dass man mit dem Spitzenjahrgang 2018 vergleichen muss und bei der Menge und den Öchslegraden sicher nicht diese Werte erreichen wird.

Gewisse weisse Trauben weisen etwas Sonnenbrand auf, weil im Juni entlaubt wurde und danach mehrere Hitzephasen folgten. Auch Mehltau hat den Reben zum Teil etwas geschadet. Im Mai gab es beinahe Frost, das Thermometer in Wädenswil hat dann nur gerade 0,8 Grad angezeigt.

„Dieses Jahr ist die Kirschessigfliege ein Thema“, sagt Kathrin von Arx vom Landwirtschaftsamt. Vier bis fünf Tage über 30 Grad Hitze würden diese Drosophila suzuki jedoch massiv dezimieren, was dieses Jahr mindestens zwei Mal der Fall gewesen sei.

Beim Weinbauverein Leutschen und Umgebung ist man zufrieden mit dem Rebjahr. Bei der Öchslegradmessung von verschiedenen Rebsorten ergaben sich folgende Werte: Cabernet 68 Öchslegrade, Räuschling 64, Pinot noir 66, Riesling Sylvaner 64 und Elbling 67. Dies seien keine berauschenden Werte, konstatierte Toni Düggelin, aber mit dem in Aussicht gestellten guten Wetter sollte es für einen guten Wein reichen.Nun hoffe man auf sonnige Tage und kühle Nächte bis zum Wümet.

Vollständiger Bericht in der Ausgabe vom Donnerstag, 12. September.

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