Fall Epstein: Wärter unter Verdacht der Fälschung von Unterlagen

Die mit der Aufsicht über US-Milliardär Jeffrey Epstein beauftragten Gefängniswärter werden laut Ermittlerkreisen verdächtigt, Unterlagen über die Kontrollgänge gefälscht zu haben. Dies sollen Videos von Überwachungskameras aus der Anstalt in New York beweisen.

Die Filmaufnahmen zeigen der anonymen Quelle zufolge, dass die Wärter keinen der in den Dokumenten verzeichneten Kontrollgänge durchgeführt haben. Laut den Richtlinien hätten die Wärter alle 30 Minuten nach Epstein sehen müssen, was Ermittlern zufolge aber in der Nacht von Epsteins Tod während mehrerer Stunden nicht geschehen war.

Einer der Wärter ist nach Informationen der Nachrichtenagentur AP kein Vollzugsbeamter. Beide Wärter wurden beurlaubt, teilte das Justizministerium am Dienstag mit, der Direktor wurde vorübergehend versetzt.

Sowohl das FBI als auch das Justizministerium untersuchen Epsteins Tod. Der US-Milliardär war am Samstag in seiner Gefängniszelle tot aufgefunden worden. Das Gefängnis geht von Suizid aus. Epstein wurde sexueller Missbrauch Minderjähriger sowie Zwangsprostitution vorgeworfen. Er wartete im Gefängnis auf den Prozessbeginn.