Schurter bei Strassenrennen chancenlos

Beim Grand Prix des Kantons Aargau war der Bündner Nino Schurzer auf ungewohnten Terrain unterwegs. Nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, rangiert er auf Platz 67. Der Sieg ging wie im Vorjahr an den Norweger Alexander Kristoff.

Auf Interesse stiess beim GP des Kantons Aargau in Abwesenheit des verletzten Lokalmatadors Silvan Dillier der Abstecher von Nino Schurter auf die Strasse. Der Mountainbike-Olympiasieger unterzog sich im Trikot des Schweizer Nationalteams auf dem ungewohnten Terrain einem Belastungstest.

Der Bündner, der in Gippingen sein erstes Strassenrennen seit drei Jahren bestritt, startete nach einer Erkältung allerdings nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Schurter beendete das Rennen mit einem Rückstand von 2:04 Minuten im 67. Rang.

Vorjahressieger setzt sich durch

Nach seinem insgesamt dritten Erfolg nach 2015 und 2018 ist der 31-Jährige nun der Rekordsieger des wichtigsten Eintagesrennens in der Schweiz. Kristoff setzte sich bei der Hauptprobe für die Tour de Suisse im Sprint des Feldes in Leuggern knapp vor dem Italiener Andrea Pasqualon und dem Südafrikaner Reinardt Janse van Rensburg durch. Der Profi des Teams UAE Emirates, der als Favorit und als Fahrer mit dem bekanntesten Namen zur 56. Ausgabe des Traditionsrennens angetreten war, ist stark in Form. Vor zehn Tagen hatte er sein Heimrennen, die Norwegen-Rundfahrt, gewonnen.

Als bester Schweizer klassierte sich bei den Gippinger Radsporttagen Fabian Lienhard im 7. Rang. Michael Albasini, der wie Kristoff als zweifacher Sieger (2011 und 2013) gestartet war und vor vier Jahren als letzter Einheimischer auf dem Podest (2.) gestanden hatte, reichte es dieses Mal zum 10. Rang. Sämtliche Ausreissversuche zuvor waren wie fast immer gescheitert. (bae)