Ambri-Piotta erzwingt gegen Biel ein fünftes Spiel

Ambri verkürzt mit dem ersten Sieg in den Playofs seit 2006 die Viertelfinalserie gegen Biel auf 1:3. Michael Fora erzielte das Powerplay-Siegtor zum 2:1 (54.) mit einem Schuss von der blauen Linie.

Ambri beendete mit dem Erfolg über Biel eine Negativserie von sieben Niederlagen in Folge gegen die Seeländer. Alle drei Tore der Partie fielen in Überzahl. Die Leventiner erzielten fünf ihrer bislang acht Treffer in der Serie im Powerplay. Im vierten Spiel benötigte der Nordtessiner Dorfklub nur drei entsprechende Möglichkeiten zu zwei Toren.

Ambri stemmte sich in Spiel 4 mit wilder Entschlossenheit, kernigen Checks und unbändigem Willen gegen das sofortige Playoff-Ausscheiden und verdiente sich den Erfolg redlich. Die spielerisch limitierten Leventiner überstanden fast alle ihre Unterzahlphasen. Sage und schreibe zwölf von 14 Minuten der Partie im Boxplay konnte der Nordtessiner Dorfklub ohne Gegentor hinter sich bringen.

Nur gerade das erste Powerplay der Seeländer ergab einen Ertrag für die Gäste, als Damien Riat in der 9. Minute das 1:0. In den Unterzahl-Phasen verzeichnete Ambri selbst durch Noele Trisconi und Matt D’Agostini zwei erstklassige Möglichkeiten. Als die Schiedsrichter sieben Minuten vor Spielende den Gastgebern deren erst drittes Powerplay der Partie zugestanden, brandete Jubel von den vollbesetzten Rängen. Und tatsächlich brauchte das beste Powerplay-Team der Qualifikation gerade mal 19 Sekunden für das entscheidende 2:1 durch Fora. Der Nationalverteidiger hatte davor schon einmal die Latte getroffen.

Ambri war im Mitteldrittel bis über die Spielmitte hinaus trotzdem das spielbestimmende Team, wobei die Leventiner einmal bei vier gegen vier wie in einem Powerplay dominierten. Beim einzigen Konter der Seeländer in dieser Phase traf Damien Riat allerdings den Pfosten. Und im kurz darauf folgenden Überzahlspiel von Biel bewahrt Ambris Goalie Benjamin Conz mit einer Glanzparade gegen Riat sein Team vor einem 1:2-Rückstand.

Telegramm:

Ambri-Piotta – Biel 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)

6500 Zuschauer (ausverkauft). – SR Stricker/Kaukokari, Kaderli/Gnemmi. – Tore: 9. Riat (Fuchs, Brunner/Ausschluss Kubalik) 0:1. 17. Zwerger (Kubalik, Hofer/Ausschluss Künzle) 1:1. 54. Fora (Kubalik, Zwerger/Ausschluss Neuenschwander) 2:1. – Strafen: 10mal 2 plus 10 Minuten (Mazzolini) gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Biel. – PostFinance-Topskorer: Kubalik; Fuchs.

Ambri-Piotta: Conz; Fora, Dotti; Plastino, Ngoy; Fischer, Guerra; Jelovac; D’Agostini, Novotny, Hofer; Zwerger, Müller, Kubalik; Trisconi, Kostner, Bianchi; Incir, Goi, Lauper; Mazzolini.

Biel: Hiller; Kreis, Salmela; Fey, Forster; Moser, Maurer; Sataric; Riat, Diem, Künzle; Pedretti, Kärki, Rajala; Brunner, Fuchs, Earl; Schmutz, Neuenschwander, Hügli; Tschantré.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Lerg und Pinana (beide verletzt), Biel ohne Paupe (verletzt) und Pouliot (krank). – Pfosten: 34. Riat. – Latte: 52. Fora. – 58:45 Timeout Biel, anschliessend ohne Torhüter.