Velokäufe legen leicht zu – E-Mountainbike-Verkäufe im Aufwind

Schweizerinnen und Schweizer haben im vergangenen Jahr etwas mehr Fahrräder gekauft. Auf einem neuen Höchststand sind derweil vor allem die Käufe von E-Bikes. Insgesamt wurden 2018 345’313 Fahrräder und E-Bikes verkauft.

Gegenüber dem ebenfalls meteorologisch schönen 2017 entspricht das einem Plus von 2,1 Prozent, wie die Schweizer Fachstelle für Velo & E-Bike am Donnerstagabend mitteilte.

Der Rekordsommer mit langer Schönwetterperiode bis in den Spätherbst habe den Absatz motorisierter Fahrräder dabei buchstäblich explodieren lassen. 2018 konnte der E-Bike-Markt um satte 27 Prozent auf 111«661 Stück zulegen. Erstmals wurden in der Schweiz damit innerhalb eines Jahres mehr als 100»000 E-Bikes abgesetzt. Auf zwei herkömmliche Fahrräder kam 2018 somit eines mit Elektroantrieb.

Punkto Absatzsteigerung waren die E-Mountainbikes erneut Spitzenreiter. Nach zwei Jahren mit Zuwächsen um mehr als einen Drittel, stieg die Verkaufszahl im Vorjahr gleich um die Hälfte auf 43«220 Stück. Aber auch die Strassen-E-Bikes wurden mehr nachgefragt. Der Absatz stieg diesmal um 15 Prozent auf 68»441 Stück.

Weniger normale Velos

Die guten E-Bike-Absatzzahlen hätten sich jedoch auf die Verkäufe der reinen Muskelfahrräder ausgewirkt, heisst es in der Mitteilung weiter. Sowohl im Sport-Segment (ohne Licht, Schutzbleche und Gepäckträger) als auch bei den Alltagsvelos wurden mit minus 3,4 Prozent bzw. minus 12,6 Prozent deutliche Rückgänge registriert.

Einzelne Kategorien legten aber auch hier zu: Rennräder (+15,7 Prozent) und Mountainbikes mit 29-Zoll-Rädern (+3 Prozent) erfreuten sich grösseren Zuspruchs als 2017.

Grundsätzlich dürfte der Handel mit den Verschiebungen hin zu E-Bikes zufrieden sein. Ein E-Bike kostet mit durchschnittlich 3’500 Franken laut Mitteilung fast drei Mal mehr wie ein herkömmliches Fahrrad. Damit steige auch die Wertschöpfung.