Chef von US-Katastrophenschutzbehörde Fema tritt zurück

Der Chef der US-Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, tritt von seinem Posten zurück. «Es ist an der Zeit für mich, nach Hause zu meiner Familie zu gehen», hiess es in einer von Fema am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichten Mitteilung Longs.

Nähere Angaben zu den Gründen des Rücktritts machte Long nicht. Dem Behördenchef war im vergangenen Jahr die unerlaubte Nutzung von Dienstfahrzeugen durch ihn und seine Familie vorgeworfen worden. Nach einer Untersuchung des Generalinspekteurs des übergeordneten Heimatschutzministeriums war dem Steuerzahler dadurch ein Schaden von mehr als 150’000 US-Dollar entstanden.

Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen lobte Longs Arbeit. Sie kündigte an, Longs Stellvertreter Pete Gaynor werde ihm kommissarisch nachfolgen. Ein neuer Kandidat für die Leitung der Behörde muss vom US-Senat bestätigt werden. Long war im Juni 2017 Fema-Chef geworden. In Longs Amtszeit fielen mehrere schwere Wirbelstürme, verheerende Brände und andere Katastrophen in den USA.

Zu seinem Abschied dankte Long US-Präsident Donald Trump für dessen Unterstützung. Im September hatten die Demokraten im Abgeordnetenhaus die Dienstwagenaffäre als Beispiel dafür gewertet, «wie hochrangige Beamte der Trump-Regierung weiterhin amerikanische Steuergelder verwenden, um ihren verschwenderischen Lebensstil zu finanzieren». Zahlreiche hochrangige Mitarbeiter der Trump-Regierung wurden entlassen oder sind freiwillig gegangen. Als Konsequenz daraus sind viele wichtige Posten nur kommissarisch besetzt.