Titelverteidiger Rappi gegen Zug im Cupfinal

Die Rapperswil-Jona Lakers stehen nach einem 3:2-Heimsieg gegen die SCL Tigers erneut im Cupfinal. Der Titelverteidiger trifft im Final auf Zug, das sich gegen Bern im Penaltyschiessen durchsetzt.

Es scheint, als könnten die Lakers in diesem Wettbewerb nicht mehr verlieren. Nicht umsonst sagte der Rapperswiler Trainer Jeff Tomlinson im Vorfeld des Halbfinals, dass sie sich Cup-Monster nennen würden. Zuvor hatte Rapperswil-Jona siebenmal hintereinander gegen die SCL Tigers verloren.

Zwar verspielten die St. Galler ein 2:0 (13.). Doch nur 57 Sekunden nach dem 2:2 von Alexej Dostoinow (52.) brachte Jorden Gähler die Lakers erneut in Führung. Und diesmal brachten sie den Vorsprung über die Zeit. Dass Gähler den Siegtreffer schoss, ist eine schöne Geschichte. Der 25-jährige Verteidiger, der bei Rapperswil-Jona gerade erst um ein Jahr bis 2020 verlängert hat, könnte zum dritten Mal hintereinander den Cup gewinnen. 2017 triumphierte er mit Kloten und in diesem Februar mit den damals noch unterklassigen Lakers.

Die Ostschweizer legten einen Blitzstart hin. Corsin Casutt traf bereits nach 57 Sekunden nach schöner Vorarbeit von Dion Knelsen zum 1:0. Auch beim 2:0 waren die Tigers hinten löchrig wie ein Emmentaler Käse. Florian Schmuckli bediente Roman Schlagenhauf mit einem genialen Pass von hinter der eigenen Torlinie, worauf dieser alleine auf den Langnauer Keeper Damiano Ciaccio losziehen konnte und sich diese Chance nicht entgehen liess. Nach der ersten Pause fanden die Gäste besser ins Spiel und glichen verdient aus. Dass Langnau am Ende dennoch das Eis als Verlierer verliess, hatte auch mit dem starken Auftritt des Rapperswiler Torhüters Melvin Nyffeler zu tun.

Telegramm:

Rapperswil-Jona Lakers – SCL Tigers 3:2 (2:0, 0:1, 1:1)

4513 Zuschauer. – SR Stricker/Salonen, Gnemmi/Castelli. – Tore: 1. (0:57) Casutt (Knelsen) 1:0. 13. Schlagenhauf (Schmuckli) 2:0. 30. Pascal Berger (Kuonen/Ausschluss Lindemann) 2:1. 52. (51:27) Dostoinow (Diem) 2:2. 53. (52:24) Gähler 3:2. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 2mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Gilroy, Sven Berger; Gähler, Profico; Iglesias, Schmuckli; Hächler, Maier; Kristo, Schlagenhauf, Wellman; Spiller, Knelsen, Casutt; Mosimann, Mason, Hüsler; Rizzello, Ness, Lindemann.

SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Lardi, Erni; Cadonau, Huguenin; Randegger; Elo, Pascal Berger, Dostoinow; Kuonen, Johansson, Pesonen; DiDomenico, Gustafsson, Neukom; Rüegsegger, Diem, Nils Berger; Gerber.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Aulin (überzähliger Ausländer), Helbling und Schweri. SCL Tigers ohne Blaser (alle verletzt) und Gagnon (rekonvaleszent). – 24. Pfostenschuss Kristo. – Timeouts: Tigers (59:13); Lakers (59:41). – Langnau ab 58:51 ohne Goalie.