Drei Einsprachen zum Kreisel
Von Martin Risch
Siebnen. – Der VCS des Kantons Schwyz bemängelt, dass die Velofahrer beim vorgelegten Projekt zu wenig berücksichtigt würden. Dem Fahrrad nur «etwas Platz» zu lassen, wie es im Projekt heisse, genüge nicht, «vor allem in Anbetracht des heutigen oft sehr dichten und weiter zunehmenden motorisierten Verkehrs», teilte der VCS Ende der vergangenen Woche zu seiner Einsprache mit. Er kritisiert unter anderem, dass die Radfahrer künftig gezwungen würden, bis zu 300 Meter lange Umwege zu fahren. «Wir befürchten, dass die Velofahrer aufs Trottoir ausweichen und es so zu Konflikten mit den Fussgängern kommt», so Markus Bamert, Vorstandsmitglied des VCS Schwyz.
Nicht überall Radstreifen möglich
Neben der Einsprache des VCS sind laut Projektleiter Wolfgang Reumer noch zwei Einsprachen eingegangen. Nun werde man mit den Einsprechern das Gespräch suchen. Reumer hofft, dass man während der Einspracheverhandlungen zu gütlichen Einigungen kommt. Falls nicht, wird die Regierung gleichzeitig mit der Projektgenehmigung entweder die Einsprachen abweisen oder deren Anliegen ins Projekt einfliessen lassen. Bei Abweisung stünde den Einsprechern wie immer der Instanzenweg offen. Was die Einsprache des VCS anbelangt, erklärte Reumer gestern, dass man sich beim Einbezug des Langsamverkehrs beim Kreiselprojekt an den in den Masterplänen festgehaltenen Grundsatz halte: Markierung von Velostreifen ist demnach nur bis Anfang eines Dorfes vorgesehen, auch deshalb, weil in den Dorfzentren die Fahrbahnbreiten vielfach nicht genügend Raum für Velostreifen bieten.
Reumer ist zuversichtlich, dass man sich mit dem VCS gütlich einigen könne, was durchaus möglich erscheint. Der VCS begrüsst nämlich das Kreiselprojekt insgesamt und anerkennt die Verbesserungen, «insbesondere für den motorisierten Individualverkehr und auch den öffentlichen Verkehr», wie der Club schreibt.
Terminplanung noch realistisch
Ungeachtet der Einsprachen laufen laut Tiefbauamt derzeit die Land-
erwerbsverhandlungen weiter. Einige Vorverträge seien schon unterschrieben retourniert worden, wie Reumer erklärte. Der früheste Baubeginn des Grosskreisel Siebnen im Jahr 2012 sei im Moment auch weiterhin realistisch. Geht alles wie geplant weiter, dann könnte dem Kantonsrat bereits im Frühjahr 2011 der nötige Verpflichtungskredit über 10,6 Millionen Franken unterbreitet werden.
Der Grosskreisel (Bild) wird in naher Zukunft einen Einbahnverkehr um die Wägitaler-Aa bringen. Dazu ist der Bau einer neuen Brücke und der Ersatz der bestehenden Brücke nötig. Nach Fertigstellung des Kreisels soll sich die Verkehrssituation in Siebnen merklich verbessern.


