Baubeginn frühstens im 2012
Von Martin Risch
Siebnen. – Die Bestrebungen um eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im engen Dorfkern von Siebnen reichen schon Jahrzehnte zurück. Nach der Prüfung verschiedenster Lösungsvorschläge hat sich nun das Konzept Grosskreisel durchgesetzt, wie das Schwyzer Baudepartement vergangene Woche mitteilte. Mit der Inkraftsetzung des Nutzungsplans für den Grosskreisel Siebnen (Ende Oktober des vergangenen Jahrs) wurde schon der Korridor für die neue Strassen- respektive Verkehrsführung im Zusammenhang mit dem Neubau des Grosskreisels festgelegt. Nun stehen die konkreten Projektdimensionen fest.
Einspuriger «rechteckiger» Kreisel
Der «rechteckige Kreisel» – im Zentrum die Wägitaler-Aa – weist eine Länge von zirka 105 Metern und eine Breite von 55 Metern auf. Die Gesamtlänge des Projekts beträgt rund 380 Meter. Die beiden Flanken des Grosskreisels bilden links der Wägitaler-Aa auf der Galgener Seite die bestehende Zürcherstrasse und rechts der Wägitaler-Aa auf Schübelbacher Seite die bestehende Fabrikstrasse. Sie sollen künftig nur noch einspurig im Einbahnverkehr geführt werden.
Zur Schliessung des Kreisels wird eine neue Brücke erstellt. Die heutige Brücke über die Wägitaler-Aa wird durch einen Neubau ersetzt. Die Fahrbahnbreite in den Einbahnstrecken wurde auf vier Metern festgelegt. «Auf eine optimale, sichere und attraktive Fussgängerführung wurde höchste Priorität gelegt», wie das Baudepartement festhält. So sind beidseits der Strasse durchgehend zwei Meter breite Fussgängerverbindungen vorgesehen.
Mit der Realisierung des Grosskreisels soll auch die Anbindung an den öffentlichen Busverkehr gegenüber dem heutigen Zustand markant verbessert werden. Nach der Fertigstellung des Kreisels sollen Umsteigebeziehungen zwischen den Buslinien möglich werden, die zudem auch Möglichkeiten für zukünftige Optionen offen halten.
Kantonsrat muss Kredit sprechen
Unter der Voraussetzung, dass gegen das Bauprojekt und den UVB keine Einsprachen eingehen, könnte der Regierungsrat das Bauprojekt noch im laufenden Jahr 2010 genehmigen, wie der Projektverantwortliche, Wolfang Reumer, auf Anfrage erklärte. Falls zudem auch die Landerwerbsverhandlungen, die bereits weit fortgeschritten seien, ohne weitere Verzögerungen abgeschlossen werden, könnte dem Kantonsrat im Frühjahr 2011 der Verpflichtungskredit über 10,6 Mio. Fr. (siehe Kasten) unterbreitet werden. «Somit wäre es gemäss der heutigen Planung möglich, dass in zwei Jahren mit den Bauarbeiten für den Grosskreisel Siebnen begonnen werden kann», so Reumer.
Verzögerungen sind trotz allem nicht unwahrscheinlich, hatten Anstösser doch bereits bei der Auflage des Nutzungsplans Einsprachen gemacht. Diese wurden abgewiesen, und die Einsprecher haben diesen Entscheid nicht angefochten. Mit der nun folgenden Auflage des Bauprojekts und auch bei den noch nötigen Landerwerbungen sind Einsprachen aber wieder möglich.
Brücken-Neubau erhöht Gesamtkosten
Für die Projektrealisierung Grosskreisel Siebnen rechnet man beim Baudepartement mit Gesamtkosten in der Höhe von rund 10,6 Mio. Franken. Darin enthalten sind die Gemeindebeiträge und Beiträge Dritter, die im Umfeld des Kreiselprojekts Überbauungen planen. Die Differenz zu den früher verlautbarten Gesamtkosten von gut 6,5 Mio. Fr. macht vor allem der nötige Neubau der bestehenden Brücke über die Wägitaler-Aa aus, wie gestern vom Baudepartement erklärt wurde.


