Vermischtes

Lachner Unternehmer sammelt für Schulprojekt in Afghanistan

Strahlende Gesichter nach dem Benefizkonzert: (v.l.) Leila Roy (Freundin und Kontaktperson von Orzala Ashraf Nemat), Christian Wenk, Robin Richner (Ovationcy GmbH), Bernhard Leuenberger und Gabriel Schwyter (Geschäftsführer Ovationcy GmbH). Die Organisatoren sind optimistisch, in Utran eine Schule realisieren zu können.
Strahlende Gesichter nach dem Benefizkonzert: (v.l.) Leila Roy (Freundin und Kontaktperson von Orzala Ashraf Nemat), Christian Wenk, Robin Richner (Ovationcy GmbH), Bernhard Leuenberger und Gabriel Schwyter (Geschäftsführer Ovationcy GmbH). Die Organisatoren sind optimistisch, in Utran eine Schule realisieren zu können.
Die im Event- und Künstler-management tätige Lachner ­Firma Ovationcy betreut zurzeit eine Spendenaktion für ein Schulprojekt in Afghanistan. Zusammen mit dem Young ­Global Leader Christian Wenk werden Spendengelder für den Bau einer Schule für 400 Kinder gesammelt.

Von Tatjana Kistler
 

Lachen. – Täglich werden afghanische Kinder Zeugen roher Gewalt in einem vom Krieg geprägten Land. Schulbildung ist für viele ein Fremdwort – dementsprechend gering sind die beruflichen Perspektiven. Dieses Schicksal möchte das Ausserschwyzer Unternehmen Ovationcy lindern. Momentan arbeiten die jungen Unternehmer eifrig an einem Benefizprojekt namens «Utran Kili». Auf Initiative von Christian Wenk koordiniert der Lachner Gabriel Schwyter eine Spendenaktion, um in Afghanistan eine Schule für 250 Mädchen und 150 Knaben zu bauen.
«Vor drei Jahren organisierten wir mit Christian Wenk zwei Benefizkonzerte, deren Erlös wohltätigen Institutionen zugute kam», erzählt Schwyter. So bestehe schon seit lägerer Zeit der Gedanke, weitere Benefizprojekte zu organisieren. Seit dem letzten Jahr agiert die Lachner Firma als Management von Christian Wenk. «Als Young Global Leader setzt er sich besonders für soziale Anliegen ein und lernte Orzala Ashraf Nemat am ‹Young Global Leaders Dead Sea Summit› in Jordanien im Mai 2009 kennen.» Die Afghanin – ebenfalls Young Global Leader – ist Leiterin des nichtstaatlichen afghanischen Hilfswerks für Frauen und Kinder. Sie setzt sich für das Errichten von Schulen in abgelegenen Gebieten Afghanistans ein und gewann Christian Wenk für ihr Vorhaben. «Da Orzala alles vor Ort betreut und grosse Erfahrung in der Projektorganisation hat, wissen wir, dass die Spendeneinnahmen wirklich ankommen und helfen», so der Lachner. Das Besondere an diesem Schulprojekt sei, dass die Schule in ­einem ländlichen Gebiet gebaut werden soll, wo internationale Hilfe selten sei.
«Sobald die Schule fertig gebaut ist, wird sie dem Bildungs- und Erziehungsministerium der Provinz Nangarhar übergeben. Wenn die Schule danach ein Jahr lang erfolgreich betrieben werden kann, wird sie an das afghanische Bildungssystem angeschlossen», weiss der Lachner. «So wird sichergestellt, dass der Betrieb der Schule nachhaltig gesichert ist.»
 

Musikalische Geste
Um diesen stattlichen Betrag aufwenden zu können, organisierte Ovationcy ein Benefizkonzert mit Christian Wenk (Klavier) und dem Sinfonieorchester Nota Bene in der Tonhalle ­Zürich und machte die Öffentlichkeit auf das solidarische Vorhaben aufmerksam. «Leider war es Orzala nicht möglich, in die Schweiz zu reisen, um am Benefizkonzert dabei zu sein, da sie kein Visum beantragen konnte», bedauert Schwyter. Das Benefizziel ist zum Greifen nah. «Der Bau der Schule wird ungefähr sechs Monate in Anspruch nehmen. Mit dem Bau soll im März gestartet werden. Dank des fast ausverkauften Benefizkonzerts, der Thematisierung des Projekts am World Economic Forum in Davos und zusätzlicher Spenden sind wir optimistisch, die 100 000 Franken bald zusammengetragen zu haben», freut sich Schwyter.
 

Bildung garantieren
Das Schulhaus wird in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung erbaut werden, umfasst sechs Klassenzimmer und verfügt über eine Bibliothek, ein Lehrerzimmer und sanitäre Anlagen. «Die Gemeinde Utran stellte Orzala und ihrem Projektteam ein Grundstück zur Verfügung», erläuterte Gabriel Schwyter. Während der Bauphase soll das Personal für die Schule rekrutiert werden, bevor das Schuljahr in Nangarhar im September 2010 starten wird. «Es würde uns alle freuen, bei der Schuleröffnung dabei zu sein, aber aus Sicherheitsüberlegungen müssen wir leider auf diese Reise verzichten.»
 

8.2.2010 / 18:24 / hoefner.ch
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vom 9.9.2010


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