Pfaff mit Benzin im Blut
Von Peter Hupert
Sattelegg. – Petrus scheint nicht allzuviel für Motorräder übrig zu haben, liess doch das Wetter stark zu wünschen übrig. Nieselregen und Nebel liessen eine Veranstaltung im Freien nicht zu. Somit zügelten der Pfarrer samt den doch zahlreich erschienen Bikern und der «Einzylinder-Rockband» in die Kapelle.
Nur kleinere Knochenbrüche
Nach einer kurzen, stimmigen Begrüssung durch den Töffpfarrer legte die Band mit dem Rockklassiker «Born to be wild» von Steppenwolf und berühmt aus dem Film «Easy Rider» los. Zwischen den Musikstücken wandte sich der Pfarrer an die Bikergemeinde und dankte seinerseits dem Herrgott, dass auch er in seiner langen Motorradkarriere unversehrt blieb, von den kleineren Knochenbrüchen mal abgesehen. Dazwischen unterhielt die Rockband immer wieder mit fetzigen Musikstücken wie «Bobby Mgee» von Janis Joplin, «Bad Moon Rising»
von Clearwater Revival oder «Alperose» von Polo Hofer.
Nach einem gemeinsamen Vater unser bedankte sich Eck Hörhager bei den anwesenden Bikern, die das Wetter nicht scheuten, um bei seinem Gottesdienst dabei zu sein. Er dankte dem Besitzer des Bergrestaurants «Sattelegg» für die Benutzung der Kapelle.
Bevor sich der Töffpfaff, so nennt er sich selbst, zu den Motorrädern begibt, um diese zu segnen, aufgrund des Regens machte er das alleine, sagt er noch, dass diese Segnung hauptsächlich den Besitzern der Maschinen gilt, damit sie wieder gesund nach Hause kommen. Wer einmal einen Gottesdienst der anderen Art erleben möchte, sollte getrost mal an einer Töffsegnung teilnehmen.



