Vermischtes

«Vorfall lässt uns aufhorchen»

Clubs und Bars in Ausserschwyz verfügen bereits heute über ein breites Spektrum von Sicherheitsmassnahmen, wollen in Zukunft aber noch besser geschützt sein.
Clubs und Bars in Ausserschwyz verfügen bereits heute über ein breites Spektrum von Sicherheitsmassnahmen, wollen in Zukunft aber noch besser geschützt sein.
Nach der Messerstecherei beim Zürcher Club «Kaufleuten» am vorletzten Wochenende herrscht bei einigen Partygängern Verunsicherung. Die Clubbesitzer und Barbetreiber in der Region wollen deshalb ihre Kontrollen verschärfen

Von Isabel Knobel


Ausserschwyz. – Der Streit zwischen drei jungen Männern begann mit ersten Rangeleien im Club «Kaufleuten». In der Folge setzte das Sicherheitspersonal die Streithähne vor die Tür, wo die Situation schliesslich eskalierte. Die traurige Bilanz
der blutigen Auseinandersetzung: ein Toter und ein Schwerverletzter.
Clubs und Bars in Ausserschwyz sind von solchen Tötungsdelikten bisher glücklicherweise verschont geblieben. Die Geschehnisse in Zürich lassen die Betreiber jedoch alles andere als kalt. «Ein solcher Vorfall lässt uns aufhorchen», sagt etwa Rolf Marty vom Club «The Bandits» in Tuggen. In einer nächsten Sitzung wolle er den Fall mit seinem Team besprechen und die internen Sicherheitsmassnahmen wenn nötig anpassen. «Es ist wichtig, dass sich unsere Gäste auch weiterhin sicher fühlen», ist er sich bewusst.


Stärkere Kontrollen
Auch im «Roadhouse» in Feusisberg soll nach dem Vorfall noch stärker kontrolliert werden als sonst, wie die Verantwortliche Dalia Almeida auf Anfrage erklärt. Sie arbeite schon seit dreissig Jahren in der Gastronomie, und noch nie sei etwas Schlimmes passiert. Dennoch seien solche Gewaltdelikte auch in unserer Region wohl nicht auszuschliessen. In der «A3 Big Bar» in Pfäffikon wurden ebenfalls konsequentere Kontrollen angeordnet. So wird weiterhin ein Sicherheitsdienst am Eingang und in der Bar für Ordnung sorgen. Zudem wurden Überwachungskameras bestellt, die demnächst installiert werden sollen.
Auch fast alle anderen Ausserschwyzer Partylokale kennen gewisse Sicherheitsvorkehrungen. Dies aber nicht primär aus Angst vor Tötungsdelikten, sondern zur Gewährleistung der Sicherheit ganz allgemein. Denn Rangeleien und Schlägereien sind bekanntlich auch in unserer Region keine Seltenheit.
So spielen etwa im «The Bandits» verschiedenste Massnahmen zusammen, um Gewalttaten möglichst vorzubeugen. Nebst der Präsenz von Sicherheitspersonal und Videoüberwachung im Eingangsbereich sind die Barchefs mit Funkgeräten ausgerüstet, um im Ernstfall sofort Kontakt zu den Sicherheitsleuten aufnehmen zu können. Zudem werden Eingangskontrollen durchgeführt, und auch die Taschen der Gäste werden stichprobenweise durchsucht, wie Rolf Marty erläutert. Des Weiteren werde darauf geachtet, dass wenn immer möglich dieselben Sicherheitsleute am Eingang stehen. So würden die Securitys viele Gäste schon von früheren Besuchen kennen und könnten ihr Gefährlichkeitspotenzial gut abschätzen.
Etwas anders ist die Lage bei kleineren Lokalitäten wie dem «Wave» in Siebnen oder dem «La Cucaracha» in Pfäffikon. «Wir haben nicht viele Möglichkeiten, die Sicherheit durch spezifische Massnahmen zu gewährleisten», erklärt Urs Diethelm vom «Wave». Er relativiert aber sogleich die Notwendigkeit umfassender Sicherheitsvorkehrungen in seiner Bar: «Das Lokal ist mit einer Kapazität von maximal hundert Personen nicht sehr gross. Zudem sind Sicherheitsmassnahmen immer auch eine Frage des Publikums.»


Musik aus und Licht an
Urs Diethelm hat nur selten mit Gewalt zu kämpfen. Tritt aber doch einmal eine heikle Situation ein, so versucht er auf die betroffenen Personen zuzugehen und den Konflikt zu schlichten. Auch schon habe er bei aggressiver Stimmung die Musik zurückgedreht und das Licht heller gemacht, um so den Abend zu beenden.
Auch im «La Cucaracha» ist zum Glück noch nie etwas passiert. «Wir haben aber auch anständige Gäste», lacht eine Angestellte. Sollte die Lage dennoch einmal eskalieren, so würde ohne zu zögern die Polizei gerufen, da in der Bar nur Frauen im Service tätig sind.
Noch nie ausrücken musste die Polizei bei Vorfällen im «Roadhouse». Dort versucht man Konflikte nach Möglichkeit mit dem eigenen Sicherheitspersonal zu schlichten. Und auch im «The Bandits» können viele Auseinandersetzungen ohne Polizei gelöst werden. «Problematische Gäste werden konsequent hinausbegleitet. Zudem werden ihre Daten aufgenommen», so Rolf Marty. Bei wiederholtem Fehlverhalten würden die Partygänger zusätzlich mit einem Hausverbot belegt. Es komme aber immer auf den Gast an, ob die Polizei beigezogen werde oder nicht.
Grössere Angst haben die Ausserschwyzer Club- und Barbetreiber nach der Messerstecherei nicht. Sie sind sich aber einig, dass die bestehenden Sicherheitsmassnahmen überprüft und wenn möglich verschärft werden sollen, damit die Gewalt frühmöglichst eingedämmt werden kann.
 

23.7.2012 / 22:35 / hoefner.ch
Inserate
Das Wetter in Ausserschwyz
RegenHeute
Regen
5/10 °C
bedecktMorgen
bedeckt
5/11 °C
FINANZINFORMATIONEN
Wettbewerbe

Wir verlosen jede Woche 3x2 Kinotickets

Wir verlosen jede Woche 3x2 Kinotickets
In Zusammenarbeit mit der Cineboxx Einsiedeln können Sie jede Woche 3x2 Kinotickets gewinnen!
Werbung
Umfrage der Woche
Sind Sie für eine verschärfte Asylgesetzgebung?


E-Paper
Höfner Volksblatt
Höfner Volksblatt
vom 23.5.2013


Weitere Titel:
March-Anzeiger
Immobilien
Stellen
Events
Todesanzeigen
Amtliche Anzeigen
Diverse