Wohnungsmieten im August weiterhin rückläufig

In der Schweiz sind die Angebotsmieten für Wohnungen im August nochmals gesunken. Je nach Region sieht die Situation aber anders aus: Während besonders im Tessin die Mieten gefallen sind, mussten Mieter im Mittelland tiefer in die Tasche greifen.

Konkret sanken die Angebotsmieten für Wohnungen schweizweit im vergangenen Monat um 0,5 Prozent, wie der am Dienstag publizierte Swiss Real Estate Offer Index zeigt. Der Index wird monatlich von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilienunternehmen IAZI erhoben.

Allerdings können sich Mieter noch nicht uneingeschränkt freuen, hiess es dazu von Martin Waeber, Direktor von ImmoScout24. Denn auf Jahressicht gesehen betrage das Mietwachstum noch insgesamt 0,5 Prozent. Über den Rest des Jahres sollte sich die Lage für Mieter aber weiter entspannen, da die Zahl leerstehender Wohnungen weiter steigen dürfte und dies Mietpreiskorrekturen nach sich ziehen werde.

Noch 2’178 Franken Monatsmiete

Im Durchschnitt wurden für eine 100 Quadratmeter grosse Musterwohnung 2178 Franken Miete verlangt und damit 12 Franken weniger als noch im Juli. Auch Stockwerkeigentum ist mit Preisen von 6957 Franken pro Quadratmeter um deutliche 210 Franken günstiger geworden. Über die vergangenen zwölf Monate ergab sich damit ein Rückgang um 2,9 Prozent.

Deutlich begehrter waren hingegen Einfamilienhäuser. Nachdem die Preise mehrere Monate relativ stabil geblieben sind, stand im August wieder ein Anstieg um 1,9 Prozent zu Buche. Für einen Quadratmeter mussten Käufer im schweizweiten Durchschnitt 6262 Franken investieren – ein Höchststand für das laufende Jahr. Dennoch liege der Wert noch immer 20 Franken unter dem 12-Monats-Hoch, so die Studie.