Gestrandete SkyWork-Passagiere können Flüge zum Spezialtarif haben

Für Passagiere, die nach dem Grounding der Fluggesellschaft SkyWork irgendwo gestrandet sind, bieten mehrere Schweizer Fluggesellschaften vergünstigte Tickets für die Rückreise an. Das Angebot gilt bis und mit 13. September.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) gebeten, die freiwillige Vereinbarung zur Repatriierung gestrandeter Passagiere zu aktivieren. Fluggesellschaften können dann den Gestrandeten Rückreisen zu einem reduzierten Tarif anbieten, sogenannte «Rescue fares».

Aktuell bieten die vier Fluggesellschaften Swiss, Easy Jet, Helvetic Airways und Germania solche «Rescue Fares» an, wie BAZL-Sprecher Urs Holderegger am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Passagiere sollten zunächst abklären, ob eine der Fluggesellschaften den gewünschten Ort anfliegt. Dann können sie sich telefonisch bei der Fluggesellschaft melden, wie es auf der Homepage des BAZL heisst.

Am Mittwochabend gab die Berner Regionalfluggesellschaft SkyWork bekannt, dass sie ihren Betrieb per sofort einstellt. Die Airline ist Pleite. Direkt betroffen sind über hundert Angestellte und rund 11’000 Passagiere.

Das Grounding hat seither tausende Reisende und viele Reisebüros auf Trab gehalten. Passagiere, die über ein Reisebüro gebucht haben, werden von diesen betreut. Wer einen Direktflug bei SykWork gebucht hat, muss sich selber um die Heimreise kümmern.

Kommen und Gehen

SkyWork erlebte finanziell ein Auf und Ab. Letzten Oktober musste die Airline ihre Flugzeuge drei Tage lang am Boden lassen, weil sie den vom Bund verlangten Finanzierungsnachweis nicht erbringen konnte. Wie dieser schliesslich zustande kam, blieb unklar.

Der Flughafen Bern-Belp ist für Fluggesellschaften wirtschaftlich kein einfaches Terrain. In den vergangenen 15 Jahren versuchten diverse Fluggesellschaften, sich dort zu behaupten.

1992 nahm die Air Engiadina ihren Betrieb auf. Weder ein Namenswechsel zu Swisswings noch eine Kooperation mit der holländischen Fluggesellschaft KLM konnte die Berner Airline retten, 2002 musste sie Konkurs anmelden.

Ein herber Rückschlag für den Berner Flughafen bedeutete der Swiss-Rückzug aus Belp: 2003 kappte die Airline ihre Verbindungen zum Flugplatz der Hauptstadt.

Kürzere «Gastspiele» gaben die Fluggesellschaften InterSky, Cirrus, Air Alps und Darwin Airline.

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