Deutschlands Rudy mit Nasenbeinbruch

Der Deutsche Sebastian Rudy zieht sich an der WM in Russland beim 2:1-Sieg Deutschlands gegen Schweden einen Nasenbeinbruch zu, wie Nationaltrainer Joachim Löw nach der Partie bestätigt.

Mittelfeldspieler Rudy, der im zweiten Gruppenspiel in Sotschi Sami Khedira ersetzt hatte, wurde bei einem Zweikampf unabsichtlich im Gesicht getroffen und musste nach einer halben Stunde stark blutend ausgewechselt werden.

Ob der Spieler von Bayern München im dritten Gruppenspiel der Deutschen am Mittwoch gegen Südkorea wieder eingesetzt werden kann, ist offen. «Wir gehen jetzt morgen röntgen und dann werden wir sehen, was man machen muss, ob man die Nase so richten kann,» so der 28-Jährige. «Ich hoffe, dass es bis Mittwoch reicht.»

Entschuldigung wegen Jubel

Derweil entschuldigte sich die deutsche Nationalmannschaft für einige Jubelgesten nach dem entscheidenden Treffer von Toni Kroos (95.) in Richtung des Kontrahenten. «Es war ein emotionales Spiel. Am Ende war die eine oder andere Reaktion oder Geste unseres Betreuerstabes in Richtung der schwedischen Bank zu emotional», übermittelte das Team über die sozialen Netzwerke. «Das entspricht nicht unserer Art. Dafür haben wir uns beim schwedischen Trainer und seinem Team entschuldigt.»

Schwedens Trainer Janne Andersson hatte nach der Last-Minute-Niederlage gegen Deutschland das Verhalten einiger Spieler und Funktionäre kritisiert. «Einige der Deutschen fingen an zu feiern, in dem sie in unsere Richtung liefen. Sie fingen an, Gesten zu machen, das hat mich sehr verärgert.»

Nach dem Schlusspfiff standen sich einige Schweden und Deutsche auf dem Platz Gesicht an Gesicht gegenüber, es gab ein paar Schubsereien. «Nach dem Schlusspfiff schüttelt man sich die Hände und benimmt sich nicht so», kritisierte Andersson.