PostAuto-Affäre drückt auf den Gewinn der Post

Die Affäre um die illegale Buchungspraxis bei PostAuto drückt schwer auf das Ergebnis der Post. Der Gewinn ist gegenüber dem Vorjahr fast einen Viertel auf 420 Millionen Franken gesunken.

Die Post hatte in den Jahren 2007 bis 2015 mit unrechtmässigen Umbuchungen zu hohe Abgeltungen erhalten. Sie zahle den Betrag von 78,3 Millionen Franken vollumfänglich an Bund und Kantone zurück, schrieb die Post in einem Communiqué am Donnerstag.

Dies führe bei PostAuto zu einem Betriebsverlust von 69 Millionen Franken. Der Betriebsertrag der Tochter sank auf 836 Millionen Franken. Zusätzlich stelle die Post für die Jahre 2016 bis 2017 rund 30 Millionen Franken zurück. Der genaue Betrag werde in den nächsten Wochen festgelegt, hiess es weiter.

Der Betriebsertrag des Mutterhauses sank wie bereits vor einem Jahr leicht um 2,5 Prozent auf 7,987 Milliarden Franken. Und auch das Betriebsergebnis vor Finanzerfolg und Steuern (Ebit) ging zurück – um rund 11 Prozent auf 630 Millionen Franken.

Im Kerngeschäft Briefpost hingegen konnte die Post zulegen: Das Betriebsergebnis stieg dank «ergänzenden Dienstleistungen auf der letzten Meile» um rund 17 Prozent auf 370 Millionen Franken.

Wegen des Mengenrückgangs bei den adressierten Briefen und den zugestellten Zeitungen reduzierte sich der Betriebsertrag bei PostMail um 2,5 Prozent auf 2,835 Milliarden Franken. Der Rückgang habe aber dank einem Kostenmanagement, Effizienzmassnahmen und Einmaleffekten kompensiert werden können.