EU vervollständigt Sanktionsliste im Stahlstreit mit USA

Im Handelsstreit mit den USA könnte die Europäische Kommission neben Harley-Motorrädern und Whiskey auch Orangensaft, Kosmetik und Kleidung aus dem Land mit Zöllen belegen.

Die Kommission habe die Vertreter der 28 EU-Länder über die Sanktionsliste informiert, sagten EU-Diplomaten am Dienstag. Darauf befänden sich zu etwa gleichen Teilen Stahl, Gebrauchsgegenstände und Lebensmittel/Getränke.

In letztere Kategorie mit einem Volumen von knapp einer Milliarde Euro fällt neben Orangensaft und Whiskey auch Mais aus den USA. Die zweite Warengruppe umfasst Hemden, Jeans und andere Textilien, Schuhe, Kosmetik, Motorräder und Boote. Sie ist gut eine Milliarde Euro schwer. Insgesamt stehen auf der EU-Liste US-Produkte im Wert von 2,8 Milliarden Euro.

Unmittelbar verhängen wird die Brüsseler Behörde die Strafabgaben aber nicht. Vorher muss US-Präsident Donald Trump die Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte wirklich umsetzen. Bisher gibt es nur Drohungen. Nichtsdestotrotz werden die EU-Kommissare bei ihrem nächsten regelmässigen Treffen am Mittwoch über die nächsten Schritte beraten.