Faustdicke Überraschung: Schwyz nimmt Transparenzinitiative an

Bei der kantonalen Abstimmung gab es ein Ja zum Prämienverbilligungsgesetz und ebenfalls überraschenderweise ein Ja zur Transparenzinitiative.

Wer hätte das gedacht? Die Schwyzerinnen und Schwyzer nehmen die Transparenzinitiative an. Zwar knapp, aber immerhin. 50,28 Prozent der Stimmberechtigten legten ein Ja in die Urne, 49,72 Prozent ein Nein. Die Transparenzinitiative verlangt einerseits die Offenlegung der Finanzierungsquellen der politischen Parteien und sonstigen Organisationen, die sich an Wahl- und Abstimmungskämpfen in Kanton, Bezirken und Gemeinden beteiligen. Andererseits wird gefordert, dass alle Kandidierenden für öffentliche Ämter auf Kantons- und Bezirksebene sowie für Exekutiven und Legislativen auf kommunaler Ebene ihre Interessensbindungen bei der Anmeldung ihrer Kandidatur offenlegen müssen. Lanciert wurde die Initiative von den Juso.

Mit 56,23 Prozent Ja zu 43,77 Prozent Nein wurde auch der Kantonsratsbeschluss über die Prämienverbilligung in der Krankenversicherung angenommen. Dadurch soll künftig vermieden werden, dass jemand mehr Prämienverbilligung erhält als dass er für die effektive Prämien bezahlt.

Wie die übrigen Schweizer haben auch die Schwyzer die No-Billag-initiative (62,12 Prozent Nein zu 37,88 Ja) abgelehnt und die neue Finanzordnung (78,97 Prozent Ja zu 21,03 Prozent Nein) angenommen. (fan)