Bundesanwältin fordert harte Strafen für Tamil-Tigers-Drahtzieher

Im Tamil-Tigers-Prozess vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona hat die Bundesanwältin am Mittwoch für die Drahtzieher der Organisation in der Schweiz harte und unbedingte Gefängnisstrafen gefordert.

Für den Chef des World Tamil Coordinating Commitee (WTCC) in der Schweiz fordert sie eine unbedingte Freiheitsstrafe von fünf Jahren sowie eine Geldstrafe von 180 Tagesätzen à 80 Franken. Für den WTCC-Finanzverantwortlichen fordert sie eine unbedingte Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren und eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 100 Franken.

Auch für die weiteren der insgesamt 13 Angeklagten, darunter ein Mitarbeiter der Bank now, fordert die Bundesanwältin Freiheitsstrafen zwischen drei und fünf Jahren sowie Geldstrafen.

Den Angeklagten wird die Unterstützung einer kriminellen Organisation, Betrug, Urkundenfälschung, Geldwäscherei und Erpressung vorgeworfen. Die Männer sollen in der Schweiz eine Organisation mit komplexer Struktur aufgebaut haben, über die mutmasslich der Unabhängigkeitskrieg der Tamil Tigers (LTTE) in Sri Lanka finanziert wurde.