Tuggen erfüllt auch nach elf Jahren kantonale Auflage nicht

Für die Riedlandhalle erhielt Tuggen rund 700 000 Fr. Kantonsbeitrag mit der Auflage, die alte Turnhalle (im Bild) umzunutzen oder abzubrechen. Nur: Die Gemeinde erfüllte die Auflage nicht, und der Kanton kontrollierte nicht.

von Silvia Gisler

Für den Bau der multifunktionalen Riedlandhalle konnte die Gemeinde Tuggen vor über zehn Jahren Subventionsbeiträge des Kantons in der Höhe von beinahe 700 000 Franken einstreichen. Doch der Beitrag wurde dem Dorf am Buechberg nicht bedingungslos zugesprochen. Im Gegenteil: Fester Bestandteil der gegenseitigen Vereinbarung war die Auflage, die alte, in die Jahre gekommene Turnhalle, sodann für andere Zwecke zu nutzen. Sollte dies innert fünf Jahren nicht passieren, müsste der Subventionsbeitrag zurückbezahlt werden.

Erfolglose Bemühungen

Nun ist das so eine Sache mit Auflagen. In den meisten Fällen werden sie – zum Ärger von Betroffenen – genaustens überprüft und ein Verstoss dagegen hart gebüsst. Dass es da aber durchaus Ausnahmen gibt, beweist nun der Fall rund um die alte Tuggner Turnhalle. Denn obschon der Kanton brav seinen Beitrag bezahlte, hat die Gemeinde Tuggen bis heute die abgemachte Auflage der Umnutzung nicht erfüllt. Noch immer wird innerhalb der kalten Betonmauern geturnt und trainiert. Nicht, dass sich die Gemeinde nicht um eine Umnutzung bemüht hätte – diverse Projekte mussten verworfen werden – doch die Bedingung wurde schlichtweg auch elf Jahre nach der Einweihung der Riedlandhalle nicht erfüllt. Und das Beste daran: Beim zuständigen Bildungsdepartement scheint es bis vor Kurzem niemand wirklich bemerkt zu haben.

Ob die Gemeinde Tuggen nun im Eilzugstempo die Auflage noch zu erfüllen hat, den Betrag zurückzahlen muss oder allenfalls auf eine Neubeurteilung hoffen kann, ist seitens des Bildungsdepartements noch nicht entschieden worden.


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