Lawine stoppt Kraftwerkbau

Eine Lawine hat die Bauarbeiten für das neue Gemeinschaftskraftwerk Inn lahmgelegt. Die Baustelle in Ovella bleibt bis im Frühling gesperrt. Dies führt zu weiteren Verzögerungen der geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2020.

Nach heftigen Schneefällen und einem grossen Lawinenabgang zwischen Ovella und Vinadi staute sich der Inn zurück und überflutete die Baustelle für das neue Gemeinschaftskraftwerk Inn. Dies teilten die Engadiner Kraftwerke (EKW) am Freitag mit.

Auch nachdem sich die Lawinengefahr gelegt hatte und die Baugrube ausgepumpt worden war, konnten die Bauarbeiten nicht wieder aufgenommen werden. Denn die starken Schneefälle führten zu einer Verfüllung der Steinschlagnetze oberhalb der Baustelle. Deshalb kann die Sicherheit für Bauarbeiter nicht garantiert werden.

Direktor Michael Roth sagte im Interview mit Radio Südostschweiz, wie die Lawine die Baustelle überflutete: «Der Inn wurde zurückgestaut und die Baugrube später mit Wasser gefüllt», so Roth. Bauarbeiter waren aufgrund der Lawinensituation keine vor Ort. Entsprechend wurde der Vorfall auch erst später bemerkt.