Schweinemäster kassiert Schlappe vor Gericht

Einer von mehreren: Der Schweinestall Stöcken in Bilten gehörte zu den Mästereien des Beschuldigten. Bild Archiv SO

Das Bundesgericht verurteilt einen Käser und Schweinemäster aus der Region zu einer hohen Strafe.

Die Hoffnungen eines Käsers und Schweinemästers aus dem Linthgebiet haben sich zerschlagen: Das Bundesgericht bestätigt ein Urteil, welches das Kantonsgericht in St. Gallen gegen ihn gefällt hat, auf der ganzen Linie. Dies wurde gestern bekannt. Damit kassiert der Mann wegen Urkundenfälschung, Betrugs und Tierquälerei eine bedingte Gefängnisstrafe von 14 Monaten sowie eine bedingte Geldstrafe von 9600 Franken.

Systematisch falsch deklariert

Gemäss dem Urteil hat der Käser und Schweinemäster 9000 Schweine systematisch falsch deklariert und unrechtmässig unter einem Qualitätslabel verkauft. Dadurch erwirtschaftete er rund 87 000 Franken, die er dem Staat überweisen muss. Zudem fanden die Behörden in seinen Ställen kranke und verletzte Tiere.

Ob in dem Verfahren das letzte Wort gesprochen ist, bleibt abzuwarten. Der Strafverteidiger erwägt, den Fall vor den Europäischen Gerichtshof der Menschenrechte weiterzuziehen. (SO)

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