Stürme verursachen in mehreren Ländern Europas Schäden

Die Deutsche Bahn hat wegen der Schäden, welche durch das Sturmtief «Burglind» verursacht wurden, mehrere Strecken im Fernverkehr gesperrt. Auch im Regionalbahnverkehr gab es eine Reihe von Streckensperrungen.

So stellte die Bahn am Mittwoch den Betrieb auf den Strecken von Köln nach Bonn, Aachen, Koblenz und Niederlahnstein sowie von Aachen nach Krefeld und von Kaiserslautern nach Ludwigshafen ein, wie das Unternehmen mitteilte. Es sei noch nicht absehbar, wann die Verbindungen wieder voll befahrbar seien.

In Nordrhein-Westfalen war am Mittwochmorgen ein Zug auf der Strecke zwischen Coesfeld und Dortmund auf einen umgestürzten Baumstamm geprallt, wie die deutsche Bundespolizei mitteilte. Dabei entgleiste der Triebwagen und rutschte trotz Schnellbremsung etwa 120 Meter durch das Gleisbett. Von den rund 70 Fahrgästen wurde nach ersten Erkenntnissen offenbar niemand verletzt.

In der Region Aachen sorgte der Sturm für einen Dauereinsatz von Polizei und Feuerwehr. Am häufigsten wurden die Rettungskräfte wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste sowie umherfliegender Mülltonnen und Verkehrsschilder alarmiert.

In Bayern blieben wegen des Sturmtiefs «Burglind» die Zoos in München und Augsburg geschlossen. Der Münchner Tierpark Hellabrunn begründete dies mit der Gefahr von herunterfallenden Baumteilen. Auch der Augsburger Zoo gab Sicherheitsgründe für die Schliessung an.

Auch die Zugspitzbahn stellte den Betrieb zum Gipfel des höchsten deutschen Bergs wegen «Burglind» ein. Das Skigebiet mit seinen Abfahrten und Pisten blieb geschlossen.

Strassen unter Wasser

In Essen und Mülheim standen Strassen unter Wasser, Gegenstände flogen umher. Ein umgestürzter Baum blockierte die wichtige Regionalbahnlinie zwischen Aachen und Düsseldorf.

In Hessen legte «Burglind» den Verkehr teilweise lahm. Vielerorts stürzten Bäume um und behinderten den Verkehr. Bei Limburg fiel ein Baum auf die Oberleitung der Bahn und bremste Züge auf der Strecke Limburg-Frankfurt aus. Das Polizeipräsidium Westhessen registrierte zahlreiche umgestürzte Bäume. Schwere Verkehrsbehinderungen gab es auch in Rheinland-Pfalz: Umgestürzte Bäume blockierten viele Strassen, auch im Bahnverkehr gab es Störungen.

Auch Sturm Eleanor wütet

Auch Frankreich wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Sturm «Eleanor» verursachte Stromausfälle in 200’000 Haushalten. Betroffen war am Mittwochvormittag vor allem der Norden und Nordosten des Landes von der Normandie bis nach Lothringen, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte. 2000 Mitarbeiter seien im Einsatz, um die Versorgung wieder herzustellen.

Auch im regionalen Zugverkehr kam es zu Beeinträchtigungen. Unter anderem wurde der Regionalverkehr im Elsass als Vorsichtsmassnahme eingestellt, wie eine Sprecherin des Bahnkonzerns SNCF sagte. Die TGV-Fernzüge fuhren aber normal.

An der nordfranzösischen Küste wurden beim Sturm «Eleanor» nach Angaben des Wetterdienstes Météo-France Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Stundenkilometern gemessen. Im Landesinneren erreichte der Wind in Cambrai südlich von Lille sogar 147 Studenkilometer. Erst am Montag hatte ein Sturm Schäden an der französischen Atlantikküste angerichtet und Zehntausende Haushalte zeitweise vom Strom abgeschnitten.

Auch in Teilen Grossbritanniens und Irlands richtete Sturm «Eleanor» in der Nacht grosse Schäden an. Wie die BBC berichtete, wurde ein Mann in Wales verletzt, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Mehr als 12’000 Haushalte in Nordirland waren vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern traf der Sturm auf Irland. Dort waren 27’000 Haushalte vorübergehend ohne Strom. In der Küstenstadt Galway im Westen Irlands kam es zu Überschwemmungen.