Stürme fegen über Deutschland, Grossbritannien und Irland

Auch Deutschland wird vom Tief Burglind in Mitleidenschaft gezogen. Orkanartige Böen fegten am Mittwochmorgen mit mehr als 120 Kilometern pro Stunde über Teile Deutschlands. In Grossbritannien und Irland wütete Eleanor.

In Nordrhein-Westfalen prallte am Mittwochmorgen ein Zug auf der Strecke zwischen Coesfeld und Dortmund im Bereich Lünen auf einen umgestürzten Baumstamm, wie die deutsche Bundespolizei mitteilte. Dabei entgleiste der Triebwagen und rutschte trotz Schnellbremsung etwa 120 Meter durch das Gleisbett.

Von den rund 70 Fahrgästen wurde nach ersten Erkenntnissen offenbar niemand verletzt. Die Fahrgäste sollten mit Bussen weggebracht werden.

In der Region Aachen sorgte der Sturm für einen Dauereinsatz von Polizei und Feuerwehr. Am häufigsten wurden die Rettungskräfte wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste sowie umherfliegender Mülltonnen und Verkehrsschilder alarmiert. Allein zwischen 05.00 Uhr bis 05.50 Uhr am Mittwochmorgen gingen bei der Polizeileitstelle in Aachen knapp 250 witterungsbedingte Notrufe ein.

Auch in Rheinland-Pfalz sorgten unter anderem umgestürzte Bäume und vollgelaufende Strassenschächte für Verkehrsbehinderungen. Der Deutsche Wetterdienst warnte für den Mittwoch vor schweren Sturmböen bis 115 Stundenkilometer und Gewitter in einigen Teilen Deutschlands.

Sturm Eleanor wütet in Grossbritannien

In Teilen Grossbritannien und Irland richtete Sturm Eleanor in der Nacht zum Mittwoch grosse Schäden an. Wie die BBC berichtete, wurde ein Mann in Wales verletzt, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Mehr als 12’000 Haushalte in Nordirland waren vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern traf der Sturm auf Irland. Dort waren 27’000 Haushalte vorübergehend ohne Strom. In der Küstenstadt Galway im Westen Irlands kam es zu Überschwemmungen.