Trump und Putin sprachen über Bilaterales und Nordkorea

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein US-Kollege Donald Trump haben am Donnerstag laut Angaben des Kremls und des Weissen Hauses miteinander telefoniert. Beim Gespräch ging es um die Krise in Nordkorea und drängende bilaterale Probleme.

Dies berichtete die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den Kreml. Das Weisse Haus bestätigte entsprechende Berichte des Kreml, ging aber nicht ins Detail. Nach russischen Angaben kam das Gespräch auf Initiative Trumps zustande.

In dem Gespräch sei es um «die Situation in mehreren Konfliktzonen» gegangen, insbesondere um «die Regelung des Atomproblems auf der koreanischen Halbinsel», teilte der Kreml in der Nacht mit.

Ungeachtet von Uno-Sanktionen nimmt Nordkorea immer wieder Atom- und Raketentests vor. Anfang September verkündete die Führung ihren sechsten und bisher gewaltigsten Atomwaffentest. Machthaber Kim Jong Un hat das Ziel ausgegeben, sein Land zur stärksten Atommacht der Welt zu entwickeln.

Trump und Kim lieferten sich in den vergangenen Monaten scharfe Wortgefechte. Die USA haben ihre Offenheit für einen Dialog mit Pjöngjang bekundet, zugleich aber klargestellt, dass das einzige Ziel ein atomwaffenfreies Nordkorea sei.

Auch Putin hatte am Donnerstag bei seiner Jahrespressekonferenz gesagt, Russland akzeptiere keine Atommacht Nordkorea. Der russische Präsident forderte Washington und Pjöngjang auf, den Konflikt nicht weiter zu verschärfen. In den Konflikten in Syrien und in der Ukraine unterstützen Moskau und Washington gegnerische Seiten.