Tröndle-Haus Wollerau: Marcel Sager und Heiner Reichmuth überboten Roger Federer

Das vererbte Grundstück an der Studenbühlstrasse 63 verkauft die Gemeinde Wollerau zwei einheimischen Unternehmern.

Der Tennis-Champion hätte neben seiner Liegenschaft an der Studenbühlstrasse in Wollerau das Tröndle-Haus der Gemeinde kaufen können. Den Zuschlag erhielten nun aber Marcel Sager und Heiner Reichmuth.

Die Erbschaft mit der Liegenschaft Tröndle an der Studenbühlstrasse 63 lag der Gemeinde Wollerau schwer auf dem Magen. Der Verkauf für mindestens 8,6 Mio. Franken, den die Stimmbürgerschaft beschlossen hatte, gestaltete sich nicht einfach. Nun ist der Deal über die Bühne: Den Zuschlag erhalten Marcel Sager von Sager + Partner Architektur und Immobilien AG in Freienbach sowie Heiner Reichmuth von der Gebr. Frey AG in Wollerau. Mit 8,65 Mio. Franken liegt der Kaufpreis nur minim über dem Mindestpreis.

Da überrascht es, dass Roger Federer nicht zugeschlagen hat. Denn er ist seit Kurzem im Besitz des Nachbargrundstücks an der Studenbühlstrasse 65, das nun wieder für 5,4 Mio. Fr. auf dem Markt auftaucht. In der Bieterrunde ist er nicht mitgezogen und hat das Feld den Einheimischen überlassen. Ein unterschwelliger Vorwurf an die beiden Käufer, sie hätten eine Rückkehr von Roger Federer nach Wollerau vereitelt, wäre also fehl am Platz. Federer hat schlicht die Chance für dieses «Break» verpasst.

Kaufen Sager und Reichmuth nun im Gegenzug die Liegenschaft Federer? Immerhin könnten sie dank der gemeinsamen Grundstücksgrösse einen Gestaltungsplan erstellen, was baulich ganz neue Möglichkeiten böte. Nein, das sei beim geforderten Preis der Federer-Liegenschaft zurzeit kein Thema, erklärt Marcel Sager auf Anfrage. Sie hätten auch noch kein konkretes Projekt in der Hinterhand. Dieses müsste ohnehin in das Quartier in der Wohnzone W2 passen und dürfte sicher nicht zu wuchtig werden.

Ausführlicher Bericht in der Donnerstagsausgabe