Verzweifelte wollen hinter Gitter kommen und einen warmen Schlafplatz ergattern.

Das Gefängnis Biberbrugg ist alles andere als eine Wohlfühloase. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass verzweifelte Existenzen mit Absicht versuchen, hinter Gitter zu kommen – besonders wenn es draussen frostig wird.

Der Winter naht, und für einige Menschen beginnt die schlimmste Zeit des Jahres. Sie versuchen mittels kleinen Delikten, einen warmen Schlafplatz in einer
Gefängniszelle zu bekommen. Der Knast wird als Unterkunft missbraucht, um der Kälte draussen zu entgehen. Fiona Elze, Leiterin des Amts für Migration Kanton Schwyz, kennt solche Fälle. Sie kommen auch hierzulande vor. Betroffen sind vor allem abgewiesene Asylsuchende, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren können und von der Nothilfe abhängig sind. Zwar haben sie in der für sie vorgesehenen Unterkunft ein Bett, doch den Tag müssen sie draussen verbringen. Laut Elze lassen sich die Nothilfebezüger teils einiges einfallen, um einen Platz in der Gefängniszelle zu -ergattern. Doch die Asylexpertin ver-sichert, dass die zuständigen Behörden wachsam sind und entsprechend rea-gieren, wenn sich ein Gefängnis-Missbrauch abzeichnet. Bei einigen Kleinkriminellen muss die Not jedoch gross sein. Ein paar Gesichter bekommt -Armin Bündler, Gefängnisleiter im Sicherheits-stützpunkt Biberbrugg, nämlich immer wieder zu sehen. Ihre Versuche, absichtlich hinter Gitter zu kommen, reissen nicht ab.

Ausführlicher Bericht in der Donnerstagsausgabe